Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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Mädchen in den Wüſten nicht immer Senatoren, und die Senatoren nicht ſo gar viele Mädchen finden, die eine Mitgift von zweimal hundertkauſend Piaſtern be⸗ kommen„

„Caramba! das iſt eine hübſche Summe.“

„Sie haben Recht,“ verſetzte der Majordomus. „Die projectirte Heirath wird zur gegenſeitigen Befrie⸗ digung beider Theile Statt haben. Dieß iſt der Grund, weßhalb wir nach Tubac gekommen ſind. Wenn Ihr mir daher den Mann bringen könnt, von dem Ihr ſaget, daß er von Allen denen, die ſich der Erpedition ange⸗ ſchloſſen, allein noch am Leben ſei, ſo werden wir von ihm vielleicht erfahren, was wir zu wiſſen wünſchen.“

Dieß wurde geſprochen, als in einiger Entfernung von dem Hauſe auf deſſen Schwelle Solches verhandelt wurde, ein Mann mit gebeugtem Kopfe vorüberging.

„Schauen Sie,“ ſprach einer der Umſtehenden, mit dem Finger auf den fraglichen Mann deutend,„dort kommt gerade der Goldſucher, der allein mit dem Leben davon gekommen iſt.“

„In der That, es iſt dieß ein ziemlich myſteriöſer Menſch,“ ſetzte der Hauswirth hinzu.„Seit einigen Tagen geht er immer von einem Orte zum andern, ohne Jemand den Zweck oder den Beweggrund ſeiner Gänge anzuvertrauen. Wir wollen ihn fragen, ſo es Ihnen recht iſt.“

„He, Freund!“ rief einer der Neugierigen,„kommen Sie doch hieher: es iſt hier ein Herr, der Sie zu ſehen und zu ſprechen wünſcht.“

Der myſteriöſe Unbekannte kam heran.

„Senor Caballero,“ ſagte der Majordomus überaus artig zu ihm,„es treibt mich keine eitle Neugierde, Fragen an Sie zu ſtellen; es veranlaſſen mich dazu die gerechten Beſorgniſſe, die meinem Herrn das Ver⸗ ſchwinden eines Freundes einflößt, deſſen Tod er fürch⸗ tet, beweinen zu müſſen. Was wiſſen Sie von Don Eſtevan de Arechiza?“