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Herr, der behauptet, alle Goldſucher ſeien nicht umge⸗ fommen, überhaupt Recht hat, wie ich hoffe.“
„Glauben Sie denn,“ ſagte einer der Diſſidenten, um ſeine Anſicht zu vertheidigen,„der Mann mit dem rothen Tuche ſei keiner von denjenigen, die wir vor ſechs Monaten haben von hier abgehen ſehen?. Ich möchte auf das Kreuz oder das Cvangelium einen Eid ablegen, daß dem ſo iſt.“
„Ach nein!“ antwortete der Andere.„Nie hat der
Menſch, den Sie meinen, früher das Preſidio betreten.“
„Auf jeden Fall,“ ſiel ein Dritter ein,„hat der Mann mit dem rothen Tuche irgend ein Intereſſe, die Abgeſandten Don Aguſtin Pena's, nach denen er ſich ſo oft erkundigt, ſich geneigt zu machen. Der Unbekannte wird ſich wohl gegen dieſe Herrn näher erklären, als gegen uns.“
„Das iſt ja vortrefflich,“ antwortete der Major⸗ domus.„Ich muß Euch alſo zu wiſſen thun, und ich kann es Euch wohl ſagen, ohne mir eine Indiseretion zu Schulden kommen zu laſſen, daß Don Aguſtin Pena, den Gott noch lange am Leben erhalten moͤge, der ver⸗ traute Freund des Senor Arechiza war, und daß er ſeit einem halben Jahr Nichts mehr von ihm gehort hat, was natürlich wäre, wenn er ſammt den Andern von den Indianern ermordet worden iſt.
„Nun aber erwartet er ſeine Rückkehr, um die Hei⸗ rath der Dona Roſario, ſeiner Tochter, eines ſchönen und bezaubernden jungen Mädchens, mit dem Senator Don Vicente Tragaduros abzuſchließen.
„Die Monate ſind verfloſſen, und da die Hacienda nicht an der Hauptſtraße von Ariſpe nach Tubac liegt, und wir über dieſe beklagenswerthe Erpedition Nie⸗ mand hefragen konnten, ſo hat mich mein Herr endlich nach dem Preſidio geſchickt, um nähere Erkundigungen einzuziehen.
„Sobald er die Gewißheit erlangt haben wird, daß Don Eſtevan nicht mehr zurückkommt, wird er, da die


