Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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den anzuſtarren,— denn ein Fremder iſt im Preſidio Tubac immer eine große Seltenheit.

Der Hausbeſitzer half ſeinen Gäſten ſchweigend die Pferde abſatteln; die Neugierigen aber waren nicht ganz ſo beſcheiden, ſondern ſtellten an die zwei Fremden eine Menge Fragen.

„Es iſt gut! laſſet uns zuerſt unſere Pferde beſor⸗ gen, und dann einen Biſſen eſſen, darauf wollen wir mit einander ſchwatzen; ich bin mit meinem Kameraden nur in ſolcher Abſicht hierher gekommen.“

Während der bärtige Reiter dieſe Worte ſprach, ſchnallte er ſeine rieſigen Sporen los, und legte ſie auf den Sattel ſeines Pferdes, der ſammt den ſchon zu⸗ ſammengelegten Wolldecken unter dem Periſtyl des Hau⸗ ſes einen Platz fand.

Das Eſſen der beiden Fremden dauerte nicht lange.

Bald erſchienen ſie wieder auf der Thürſchwelle, wo ſie ſich neben ihren Hauswirth ſetzten.

Die Neugierigen hatten ihren Poſten nicht ver⸗ laſſen.

„Ich bin,“ hob der bärtige Reiſende an,„um ſo mehr geneigt, Euch allen den Zweck unſerer Reiſe mit⸗ zutheilen, als wir von unſern Herrſchaften abgeſchickt worden ſind, um Fragen von Eurer Seite hervorzurufen. Iſt das Euch recht?“

„Gewiß,“ ſprachen mehrere Stimmenz„und für's Erſte, darf man fragen, wer der Herr iſt, von dem Sie ſprechen?“

„Es iſt⸗Don Aguſtin Pena, von dem Ihr gewiß ſchon gehört habt.“

„Der Beſitzer der ungeheuren Hacienda del Venado, — ein Mann, der mehrere Millionen im Vermögen hat, — wer kennt den nicht?“ antwortete einer der Um⸗ ſtehenden.

„Der iſt's. Den Reiter, den Ihr neben mir ſehet, iſt ein Vaquero, der das Vieh der Hacienda unter ſich hat. Was mich betrifft, ſo bin ich Haushofmeiſter im