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Tubac war damals ein Dorf mit zwei Straßen, von denen eine quer durch die andere lief; die Häuſer waren aus Stampferde erbaut, und hatten nur an der Fronte einige wenige Fenſter, wie man es gewöhnlich an Orten findet, die den plötzlichen Einfällen der In⸗ dianer ausgeſetzt ſind. Starke Barrieren von beweg⸗ lichen Baumſtämmen ſchützten die vier Punkte, an denen man ins Preſidio eindringen konnte
Hinter jeder dieſen ſtarken Barrikaden ſtand ein Feldſtück auf ſeiner Laffette.
Ehe wir mit den Neuangekommenen ins Preſido eindringen, müſſen wir von einem Vorfalle ſprechen, der, obwohl in Wirklichkeit unbedeutend, an einem ſo einſammen Orte, wie Tubach, nichts deſtoweniger die Bedeutung eines Ereigniſſes hatte.
Seit etwa vierzehn Tagen hatte ſich eine myſteriöſe Perſon,— denn Niemand im Preſido kannte dieſelbe,— häufig, aber immer nur kurze Zeit gezeigt. Es war ein etwa vierzig Jahre alter, magerer, ausgedorrter, und nerviger Mann, deſſen Geſicht von gar vielen beſtan⸗ denen Gefahren ſprach, deſſen Zunge aber eben ſo ſchweig⸗ ſam, als ſeine Phyſiognomie ausdrucksvoll war.
Er antwortete nur wenig; dagegen aber ſprach er viel. Hauptſächlich ſchien ihm viel daran gelegen zu ſein, zu erfahren, was auf der Hacienda del Venado vorging. Einige Bewohner des Preſidio kannten zwar den reichen Beſitzer der Hacienda dem Rufe nach; Nie⸗ mand aber wußte von Don Aguſtin Pena ſo Viel, daß er die Frage des Unbekannten in befriedigender Weiſe hätte beantworten können.
Im Preſidio Tubac erinnerte ſich noch Jedermann an die Erpedition der Goldſucher, die vor ſechs Mona⸗ ten von da abgegangen war, und nach einigen vagen Antworten des Unbekannten vermuthete man, daß er über dieſelbe mehr wiſſen müſſe, als ihm zu ſagen beliebe. Der Ausſage des Unbekannten zufolge war
Der Waldläufer. ww.. 19


