Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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geſſen ſuchen⸗ in der Pracht der Einöde die Vergeſſen⸗ heit derjenigen gefunden, die ihn liebte, und ihn, ohne daß er es wußte, ſtets erwartete?

Das Nachfolgende wird uns auf dieſe Fragen ant⸗ worten.

An einem heißen Nachmittage ritten zwei bis an die Zähne bewaffnete Männer auf dem einſamen Wege fort, der von der äußerſten Grenze des Staates Sonora nach dem Preſidio Tubac führt. Ihr Coſtüm, die rohe Beſchaffenheit des Lederwerks, das man an ihren Thieren bemerfte, und dann wieder die Schönheit der letzteren, bildeten im Ganzen einen auffallenden Contraſt, und ſchienen zwei untergeordnete Boten anzuzeigen, die von einem reichen Grundeigenthümer ausgeſchickt worden, um entweder eine Nachricht zu überbringen, oder um ſolche einzuholen.

Der erſte der zwei Reiter war vom Kopf bis zu den Füßen wie die Vaqueros der großen Haciendas ge⸗ kleidet; der zweite, der ſchwarz und bartig wie ein Maure, obgleich minder einfach gekleidet war, als ſein Kamerad, ſchien einem weit höheren Stande anzugehören. Während einer mehrtägigen Reiſe— die weißen Häuſer des Preſido zeigten ſich ſchon in der Entfernung — hatten die beiden Reiter wahrſcheinlich alle Gegen⸗ ſtände der Unterhaltung erſchöpft, denn ſie trabten ſchwei⸗ gend neben einander her.

Die wenige Vegetation, womit die Ebenen, durch die ſie hinritten, ſich nach dem Winterregen geſchmückt hatten, wurde unter dem Einfluſſe der Sonne von Neuem gelb, und das welke Gras ſchützte nur kleine Waſſer⸗ gräben, in denen unter dem brennenden Hauche des Südwinds das Waſſer ohne Unterbrechung fortrauſchte. Das Laub der peruaniſchen Bäume neigte ſich, gleich

den Weidenbäumen am Ufer der Flüſſe, über einen bren⸗

nenden Sand. Die zwei Reiter kamen Abends am Preſidio an, als

die Glocke der Kirche des Angelus. läutete.