Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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Die römiſche Naſe des jungen Kriegers, ſeine hohe Stirn, auf der die Tapferkeit und die Bitterkeit thron⸗ ten, ſein feiner und zugleich kühner Mund, ſowie end⸗ lich ſeine Wangen, deren faſt unermerkliches Vorſpringen der Harmonie der Züge keinen Eintrag that, erſchienen als die Reproduction irgend einer untadelhaften antiken Büſte in florentiniſchem Bronze.

Selbſt unbeſorgt und ruhig, nahte ſich der junge Krieger. Er verſchmähte es, den Schrecken zu ſehen, den er einflößte; indeſſen heftete er einen Augenblick einen erſtaunten und zugleich entzückten Blick auf die Geſtalt Roſarita's, die ſo blaß war, wie der weiße Mouſſelin ihrer Robe.

Die Turteltaube, die keinen Anſtand nimmt, ſich unter die ſpitzigen Dornen der Nopale zu flüchten, um dem auf ſie herabſtürzenden Raubvogel zu entgehen, zittert und hebt nicht mehr, als Roſarita, die voller Schrecken ſich an den wilden Biſonjäger hindrängte. Auch iſt die Turteltaube nicht graziöſer, und der bezau⸗ berte Indianer antwortete, während er ſein feuriges Auge auf die Tochter Don Aguſtin's heftete, auf die fragenden Blicke des Encinas, nur mit den zwei folgen⸗ den Fragen, jin welcher ſich die ganze orientaliſche Ueber⸗ treibung der indianiſchen Sprache kund gibt.

Hat es heute Morgen an den Ufern des Sees geſchneit? Oder ſprießen jetzt die Waſſerlilien aus dem Boden des Woldes hervor? ſagte der Indianer.

Wir vermögen nicht zu ſagen, ob der junge Krie⸗ ger dem Mädchen immer noch ſo gräßlich vorfam; ſo viel aber iſt gewiß, daß ſie aufhörte, ſich an den Büffeljäger hinzudrängen.

Indeſſen war der Letztere denn doch nicht ganz ruhig.

Er antwortete daher auf die galanten und hyperbo⸗ liſchen Fragen des indianiſchen Kriegers mit anderen.

Was gibt es? fragte ihn Eneinas in ſpaniſcher Sprache;bringt mir der Comanche irgend eine üble Nachricht, und glaubte derſelbe, in Feindes Land zu