Teil eines Werkes 
Band 3 (1851)
Entstehung
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manns gar zu unvorſichtig, daß er, auf das Wort eines Indianers hin, ſich mit ſeinen Waaren in ſolche Gefahr begab!

Sie lieben es, wie mir ſcheint, Junge, daß man das Tüpfelchen auf dem I nicht vergißt. Ich vergaß, Ihnen zu ſagen, daß der Häuptling zwei ſeiner Krieger als Geißel hergeſchickt hatte. Wir waren alſo auch in Betreff dieſes Punktes ruhig, denn die Comanches ſind eine loyale Nation; der Bote ſelbſt flößte uns viel Vertrauen ein. Es war ein ebenſo ſchöner, als tapferer junger Krieger, wie Sie bald ſehen werden; auch war er, obgleich von Geburt ſelbſt ein Apache, ein er⸗ bitterter Feind ſeiner Stammgenoſſen.

Wohlan! Ich hätte ihm nicht getraut, meiner Treu!

Weil Sie ſeine Geſchichte nicht kennen. Wie es ſcheint, ſo hatte ein Häuptling ſeines Stammes ihm ein junges Weib, das er liebte, genommen 4

Ei, ei! dieſe Wilden lieben alſo auch?

Wie Sie und ich, mein Junge, und oft noch ſtärker. So viel iſt aber gewiß, daß er an einem ſchö⸗ nen Morgen mit ſeiner Geliebten, die gezwungen die Frau des Häuptlings geworden, entflohen war, und daß er ſich zu den Comanches geflüchtet hatte, die ihn aufnahmen.

Er hatte alſo zu dem Volke, das ihn adoptirt, einen ſtarken Arm, und ein ebenſo unerſchrockenes, als gegen die Apachen von Haß erfülltes Herz mitgebracht, wie er es gar oft bewieſen.

Nachdem wir ſo einige Zeit fortgeritten waren, hörte ich den voranreitenden Führer zu meinem Gevatter ſagen:

Ich habe auf der Ebene die Spuren El⸗Meſti⸗ zo's und Red⸗Hand's geſehen: aufgepaßt!

Wer war dieſer Red⸗Hand, und wer war El⸗ Meſtizo? Ich wußte es nicht.

Der Comanche ritt alſo auf einem, meiner Treu!