308 ſchnell davon eilte. Sie mußte dem in ihren Haaren pfeifenden Winde einen Schmerzensſeufzer anvertrauen, der ſie beinahe erſtickte.
Roſarita hatte ſich erinnert, daß auch Tiburcio einſt auf ihrem Wege Lianenblüthen für ſie geſammelt. Die des Senators ſchienen ihr nun odiös; ſie zerknickte dieſelben convulſiviſch, und warf ſie weit weg.
„War denn irgend ein giftiges Inſekt in dieſen Blumen?“ fragte ſie der Senator, als er ſie wieder eingeholt.
„Ja,“ ſprach Roſarita mit einiger Anſtrengung, und fühlte ihre Wangen von der Purpurröthe der Blu⸗ men überflogen, die ſie ſo eben weggeworfen.
Wir wiſſen jetzt von den geheimen Gefühlen der Dona Roſarita genug, um ihr auf dieſer Reiſe nicht weiter zu folgen.
Wir wollen daher am Morgen des vierten Tages die Cavalcade ganz in der Nähe des Büffelſees ankom⸗ men laſſen, wohin wir derſelben vorangehen müſſeß.
Sechzigſtes Rapitel. Der Büffeljäger.
Der Gila⸗Fluß ergießt ſich, nachdem er die Kette der Nebelberge durchſchnitten, mit einem ſeiner Arme in den Red⸗R ver*), der, nachdem er Texas und die Jagh⸗ gründe der Caiguas⸗Indianer und der Comanches durch⸗
*) Rother Fluß.


