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ſich wieder auf den Weg; Roſarita war noch mehr zer⸗ ſtreut, als den Tag zuvor. Die Erinnerungen, die ſie auf der Hacienda zurückgelaſſen zu haben glaubte, um⸗ gaben ſie überall; denn die Liebe iſt gar ſinnreich im Auffinden täuſchender Aehnlichkeiten, wenn die Analo⸗ gien auch äußerſt ferne genannt werden müſſen.
Was auch gewiſſe mißmuthige Menſchen ſagen mögen,— die menſchliche Phantaſie iſt eben ſo geſchickt im Schaffen lieblicher Illuſionen, als im Schmieden troſtloſer Chimären.
Auf der ganzen Reiſe, von der Hacienda bis zum Büffelſee— denn dahin begab ſich die Cavalcade— ſchien die Wirklichkeit Fabian zu begünſtigen, und ließ dieſelbe der Phantaſie nur ſehr Wenig zu thun übrig.
Als man einige Stunden ſo fort geritten war, ſtieß der einige Augenblicke zurückgebliebene Senator wieder zur Cavalcade. Tragaduros brachte Roſarita triumphi⸗ rend einen Strauß von Lianenblüthen, den er unter⸗ wegs pflückt.
GEin kleiner Schrei freudiger Ueberraſchung, der
dem Mädchen durch den Anblick dieſer mit ſo glänzenden
Farben ausgeſtatteten Glockenblumen entriſſen wurde, bezahlte den Senator für ſeine galante Aufmerkſamkeit. Als aber Roſarita ihm danken wollte, fühlte ſie, wie die Stimme ihr verſagte.
Sie wandte ſich plötzlich ab, um nicht auf ihrem Geſichte eine heimliche Aufregung leſen zu laſſen, wäh⸗ rend ihre Hand die von dem Senator überreichten Blu⸗ men, eine nach der andern, fallen ließ.
„Großer Gott, was iſt Ihnen?“ rief Tragaduros, der über dieſe unerwartete Bewegung ganz betroffen war⸗
„Es iſt Nichts, es iſt Nichts!“ antwortete das Mädchen, während ſie den ſo plötzlich verſchmähten Strauß in ihrer Hand feſtzuhalten ſuchte
Mit dieſen Worten gab Roſarita ihrem Pferde einen Streich mit der Reitgerte, worauf dasſelbe pfeil⸗


