Die Reiſenden ſetzten ihren Weg fort; deſſenun⸗ geachtet aber ſchienen die beiden Unbekannten in der Luft etwas Unheimliches und Unheilverkündendes gelaſſen zu haben. Während der Zeit, die verfloß, bis man das Nachtlager erreichte, vermiſchte ſich der abgemeſſene Tritt der Pferde auf dem trockenen, die Töne hell und deutlich zurückwerfenden Boden allein mit dem letzten Zirpen der Baumgrillen, welche die Finſterniß ſchweigen machte.
Bald zeigte der Anblick eines angezündeten Feuers den Reiſenden den Ort an, den die vorangegangenen Do⸗ meſtiken auf dem Felde als Raſtort bis zum folgenden Tage auserſehen hatten.
Ein kleines ſeidenes Zelt, das der galante Traga⸗ duros eigens für dieſe Reiſe hatte von Ariſpe kommen laſſen, wurde unter einer Baumgruppe für Dona Ro⸗ ſarito aufgeſchlagen.
Als das Abendmahl eingenommen war, zog ſie ſich unter ihr Zelt zurück; allein das Mädchen ſuchte auf den Spitzen ihres Kopfkiſſens vergebens den Schlaf. Sie erinnerte ſich der Nacht, wo Tihurcio nicht weit von ihr ſchlief, als ſie ihn zum erſten Male geſehen, und, wie Tiburcio in jener Nacht ſelbſt gethan, lauſchte ſie, bald unter Thränen, bald lächelnd, dem Bache, der neben ihr murmelte, dem Glöckchen der Capitana⸗Stute, dem fernen Gekläffe der Schakale, dem Geſchrei des Nachtvogels, mit einem Worte, allen jenen vagen Har⸗ monien der Wüſte, die in einem zwanzigjährigen Herzen ſo viele Echos wecken.
Was hätte nicht Fabian darum gegeben, wenn er an dem darauf folgenden Morgen, als die Tochter Don Aguſtin's mit Tagesbruch aus ihrem ſeidenen Zelte hervortrat, um wieder zu Pferde zu ſteigen, die bezau⸗ bernde Bläſſe hätte ſehen können, welche die Schlaf⸗ loſigkeit, deren Urſache er geweſen, auf ihrem Geſichte zurückgelaſſen hatte?
Wie am vergangenen Tage, machte die Cavalcade
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