Teil eines Werkes 
Band 3 (1851)
Entstehung
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Die zwei Reiter trugen nämlichmanſtatt der Pfeile und der Bogen, quer über den Sattel eine lange, ſchwere Büchſe, deren Kolben und Schaft mit Kupfer⸗ nägeln reich beſchlagen waren, und der wilde Blick ihres Geſichtes war gar weit entfernt von dem Ausdrucke ſanftmüthiger Güte, der die Race der ſehr friedlichen Indianer auszeichnet, deren Koſtüm ſie trugen.

Dieſen Punkt abgerechnet, würde dieſe Begegnung nichts Beunruhigendes dargeboten haben; die Indianer vom Stamme der Papagos ſind durch ihre ſanften Sitten und durch ihre Ehrlichkeit überall bekannt. Aber dieſe zwei Geſichter gehörten zu denen, die man nicht ſehen kann, ohne ſich zurückgeſtoßen zu fühlen.

Dona Roſario trieb ihr Pferd gegen das ihres Vaters hin, während der jüngſte der zwei Reiter das ſeinige anhielt,; um einen Feuerblick auf das Geſicht des Mädchens zu werfen, über deren Schönheit er be⸗ troffen zu ſein ſchien.

Die zwei Reiter wechſelten in einer Sprache, die die Mericaner nicht verſtanden, einige Worte, und ritten vorüber, nicht ohne daß der jüngſte ſich mehrere Male umkehrte, um mit dem Auge dem flatternden Schleier und der ſchlanken Taille der Tochter Don Aguſtin's zu folgen.

Und dann verſchwanden Beide in dem abendlichen Schatten.

Nie habe ich, ſprach Roſarita mit einem Ge⸗ der Unruhe,zwei Papagos geſehen, die alſo aus⸗ ahen.

ſo bewaffnet, ſetzte der Senator hinzu;dieſe Burſche

kommen mir wie zwei Wölfe in Schafskleidern vor. Pah! antwortete Don Aguſtin,es gibt überall

unheimliche Geſichter, ſelbſt unter den Papagos. Was

liegt am Ende aber an dieſen zwei Indianern? Mögen

ſie ſein, wer ſie wollen, wir ſind hier zahlreich ge⸗

nug, und auf jedem Fall ebenſo gut bewaffnet, wie ſie.

Der Waldläufer. M.* 20

Und gewiß waren auch die, ſo Sie geſehen, nicht

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