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ſage ſie der theuerſten, wie der ſchmerzlichſten ihrer Er⸗ innerungen für immer Lebewohl.
Hatte ſie nicht da eines Abends, ohne daß ſie es vermuthete, mit einem Male gefühlt, wie die Liebe in ihren Adern eirculirte? Fing mit dieſer Erinnerung ihr Leben, ſo zu ſegen, nicht erſt an?
An einem fernern Orte konnte ſie ja Nichts mehr an Tiburcio erinnern.
Ohne daher zu wiſſen, welche Gefahr den, welcher ihre Thränen fließen machte, in dieſem Walde, im Salto⸗de⸗Agua bedroht, ritt ſie durch den dichten Wald und über die rohe, über den Strom führende Brücke.
Ungeachtet aller Bemühungen des Senators, ſie zu zerſtreuen, hatte die erſte Tagereiſe für ſie Nichts, denn Trauriges.
Ein Paar Stunden von dem Raſtorte, wo die Ca⸗ valcade die Nacht zubringen ſollte, war der Schatten dichter geworden, und die Reiſenden beobachteten ein ernſtes Schweigen, denn der Einbruch der Nacht iſt in der Wüſte feierlich, und fordert immer zur Träumerei auf,— als plötzlich zwei Reiter an ihnen vorüberkamen.
Das Ausſehen dieſer zwei Reiter war ſeltſam und unheimlich zugleich. Der eine war ein Greis, der an⸗ vere ein Jüngling.
Das weiße Haar des einen, und das ſchwarze des anderen war hinter dem Kopfe durch Bänder von weiß⸗ lichem Leder zuſammengebunden, ſo daß es einen Chi⸗ gnon bildete.
Eine Art engen, geſtrickten Käppchens von grobem Faden, das mit einem Federbuſche geſchmückt war, be⸗ deckte die Spitze ihres Kopfes, und war durch ein le⸗ dernes Sturmband feſtgehalten.
Beide hatten nackte Beine, aber der Obertheil des Körpers war mit einer ganz grob ausſehenden Woll⸗ decke bedeckt.
Es war dieß das Koſtüm der Papagos⸗Indianer; nur in einem Punkte zeigte es eine Verſchiedenheit.
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