Teil eines Werkes 
Band 3 (1851)
Entstehung
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eine kühne That auszeichnen ſolle, hatten zwar die Wirkung gehabt, daß der Senator gar kriegeriſche Träume gehabt hatte. Sobald er, nach dem Weggang des ſpaniſchen Edelmanns, wieder eingeſchlafen war, hatte er in ſeinen Träumen alle Heldenthaten der Cen⸗ tauren weit überflügelt; allein ſein Erwachen hatte ihm das Mißliche der Wirklichkeit dargethan, und er hatte an dem Entſchluſſe feſtgehalten, bei der Rolle des zu den Füßen der Omphale ſpinnenden Herkules, als einer minder gefährlichen und leichter zu ſpielenden, zu bleiben.

Was Roſarita betrifft, ſo war ihr Unwohlſein nichts Anderes, als ein gebieteriſches Bedürfniß, allein zu bleiben und zu träumen, und ſie hatte daſſelbe im Augenblicke der Abreiſe nur darum ſo plötzlich vorge⸗ ſchützt, daß eine Partie nicht aufgeſchoben werden möchte, die ihr die Einſamkeit verſchaffen ſollte, wonach es ſie ſo ſehr verlangte. S

Für ein Weib, in deren Herz eine plötzliche Liebe

ſich geltend macht, die ſie lange gehegt, ohne ihre Macht zu ahnen, liegt in den ungeſtümen Wallungen des Buſens Etwas von der Ueberraſchung, die es einem Gott verurſachen würde, wenn er die Strahlen, die ihn umgeben, nach einander verſchwinden ſähe; es liegt darin Etwas von jenem Staunen, das man bei der Betrachtung der an einem heitern Himmel ſich zeigen⸗ den Blitze, oder beim Anblicke der Flammen fühlt, die der Vulcan unter dem Schnee hervorſpeit, deſſen reine Weiße die untergehende Sonne bis dahin allein purpur⸗ roth färbte. Hat das Herz der Jungfrau, die ſich ſelbſt noch nicht kennt, nicht den Glanz der göttlichen Strah⸗ len? Hat daſſelbe nicht das Azurblau des Himmels und die Lubaſeäie Weiße des Schnees auf den hohen Ber⸗ en? Roſarita fragte ſich in der Stille von Neuem; Stimmen, die ihr bis daher unbekannt geweſen waren,

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