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einen Augenblick auf die Ereigniſſe zurückkommen, die auf der Hacienda del Venado vor ſich gegangen waren.
Dieſes Zurückgreifen iſt zum Verſtändniß der That⸗ ſachen, die wir nun erzählen werden, durchaus noth⸗ wendig. Auch iſt dasſelbe zur Harmonie des Ganzen erſorderlich, denn vielleicht haben wir uns ſchon allzu⸗ lang bei den wilden Scenen des Wüſtenlebens aufge⸗ halten, das bisweilen das unſere geweſen iſt.
Eine Landſchaft iſt nach unſern Begriffen nur dann vollſtändig, wenn es nicht an gewiſſen Contraſten man⸗ geli. Die Phantaſie wird bald der Gegenden müde, die nur zerriſſene Felſen, jähe Berge, und düſtere Wäl⸗ der darbieten. Das Auge fühlt, gleich der Phantaſie, pald das Bedürfniß, ſich in ferne Horizonte in den Nebel unabſehbarer Ebenen zu verlieren. Es liebt es, auf einem Waſſerpfuhle inmitten der Landſchaft auszu⸗ ruhen,— auf einem Waſſerpfuhle, der ſich da befindet, um den Himmel zu ſpiegeln, ſei es daß dieſer ſein reines Blau entfaltet, ſei es daß Wolkengruppen, durch die Sonne gefärbt, über den irdiſchen Gegenſtänden durch die Luftebenen hinziehen.
Der Menſch liebt es, daß man ihn an den Him⸗ mel erinnere.
Iſt das Weib inmitten des Gemäldes der rohen Sitten der Wüſte nicht das, was für eine ſtrenge Land⸗ ſchaft das ſchattige Thal und der zu Träumereien auf⸗ fordernde Horizont find,— was endlich für die Felſen und Wälder der Pfuhl klaren Waſſers iſt, der die Har⸗ monien des Himm ls hier unten wiederholt?
Nach der jähen Abreiſe des Don Eſtevan de Are⸗ chiza und ſeines Gefolges, nach der Flucht des Tiburcio Arellanos war die Hacienda del Venado, wo es den Tag zuvor noch ſo geräuſchvoll zugegangen war, wieder in die gewohnte Ruhe verſunken.
Wie an dem Tage, wo der jetzt mit ſeinen Ge⸗ fährten in der Nähe der Nebelberge ſeinen ewigen
Schlaf ſchlafende Spanier, bei Sonnenuntergang, an⸗


