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Himmels ſeine Stirne, auf der ſich ein düſterer und
nagender Kummer malte, überſchwemmte.
Beide fingen wieder an, die Felſen hinan zu ſteigen, um die Spuren ihrer Feinde aufzufinden; allein ein ſtrömender Regen ſtürzte auf die Erde herab, und ver⸗ wiſchte die kaum gebildete Spur ihrer Füße wieder.
Die Dunkelheit verdoppelte ſich, denn die Nacht rückte raſch heran, und der Felſen verrieth keine menſch⸗ liche Spur.
Der Spanier und der Canadier verſchwanden bald ſelbſt unter dem Dunſtbaldachin der Berge.
Unter ihnen tobte der Sturm auf der Ebene: die Erde ſchien von den mit einem Male entfeſſelten Geiſtern der Finſterniß in Beſitz genommen zu ſein.
Bald krachte der Donner fürchterlich, bald kniſterte der Blitz, wie die Funken des entzündeten Holzes, indem er den in Staub zerfahrenden Gipfel der Felſen traf; lange Blitze umſchloſſen mit ihren blendenden Lichtſtrö⸗ men Goldthal, Wüſte und Pyramide. Dieſes bläuliche Licht ließ das Pferdeſkelett, das wieder einen Anſchein von Leben erhielt, ſowie die zwei Tannenbäume ſehen, die unter dem Einfluſſe des heftigen Windes wie beſchei⸗ dene Gelbveilchen in einer Felſenſpalte zitterten⸗
Bei einem dieſer plötzlichen Lichter hätte man die zwei Jäger ſehen können, wovon der eine den andern traurig auf der Spitze eines Felſenſtückes ſitzenden ver⸗ gebens zu tröſten ſuchte. Beide warfen einen düſtern und kummervollen Blick auf die tiefen Schluchten, in denen der Wind ſich pfeifend verfing, oder auf die eie⸗ grauen Gipfel, die, wie die Pfeifen einer gigantiſchen Orgel, unter dem Athem des Ewigen zu brauſen ſchienen.
Wäre nach Einbruch der Nacht irgend ein Reiſen⸗ der in den Nebelbergen umhergeirrt, ſo hätte er hören können, wie ſich mit dem Toſen des Sturmes, bald ein Gebrüll, ähnlich dem des Löwen, dem man ſein Junges geraubt, bald klagende Töne vermiſchten, ähnlich denen der in der Wüſte von Rama weinenden Rachel, die


