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„Was thut es?“ antwortete Roſenholz mit pein⸗ licher Einfalt.
Der Stolz des Kriegers, der nicht einmal eine Hand in die Höhe gehoben hätte, um ſein eigenes Leben zu retten, ward durch die zärtliche Liebe des Vaters beſiegt.
Der alte Waldläufer kniete nieder.
„Ah! das geht zu weit, Du Baſtard eines Ban⸗ diten und einer indianiſchen Hure,“ brüllte Pepe, deſſen Geſicht feuerroth war, während ſich ſeine Angen befeuch⸗ teten, als er den Canadier mit gebücktem Körper und gebeugtem Knie vor dem Wüſtenräuber ſah;„das heißt, ſich vor einem Banditen ohne Treu und Glauben und ohne Herz allzuſehr demüthigen. Komm, Roſenholz, wir werden uns dafür Genugthuung zu verſchaffen wiſ⸗ ſen, wenn auch hunderttauſend Teufel...
Bei dieſen Worten ſprang der ungeſtüme Jäger, durch die Liebe, die er Fabian gelobt, und hauptſächlich durch die innige Freundſchaft für den Canadier hinge⸗ riſſen, wie eine Gemſe auf den Abhang der Pyra⸗ mide zu.
„Ah! So iſt es!“ ſchrie der Meſtize.
Und er feuerte auf Roſenholz, der ſein Mitleid für Fabian anflehte.
Allein der Regen ſtrömte immer noch ſo ſtark herab, daß der Hahn der Flinte vergeblich auf der Zündpfanne aufſchlug. Zwei Mal machte der Flintenſtein unnütze Funken herausſprühen.
Empört über dieſen mörderiſchen und perſiden Ver⸗ ſuch wider einen flehenden und entwaffneten Feind, und Nichts mehr von dem Mitleid des Meſtizen hoffend, folgte Roſenholz Pepe nach, ohne an die Anzahl von Feinden, welche die Felſen noch verbergen konnten, zu denken.
Ebenſo wenig hatte Pepe daran gedacht. Roſenholz ſtieg aber erſt den Hügel hinab, während


