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Alle drei ſchienen erſtaunte, faſt furchtſame Blicke umherzuwerfen.
„Wenn der Teufel in dieſer Welt irgendwo ein Ab⸗ ſteigquartier hat,“ ſprach Pepe, indem er ſeine beiden Gefährten ſtille ſtehen hieß, und ihnen den die Berg⸗ kette bedeckenden Nebelmantel zeigte,„ſo iſt es gewiß hier, in dieſen wilden Schluchten.“
„Wenn es wahr iſt, wie man wohl nicht bezwei⸗ feln kann, daß es das Gold iſt, das zu den meiſten Verbrechen auf dieſer Welt Anlaß gegeben hat, ſo muß man vielmehr glauben, daß der böſe Geiſt dieſes Gold⸗ thal, das, nach Deiner Ausſage, Fabian, ſo viele Reich⸗ thümer enthält, daß damit eine ganze Generation dem Teufel in die Hände geſpielt werden kann, zu ſeinem Aufenthaltsorte erkoren hat.“
„Sie haben Recht,“ antwortete Fabian, der feier⸗ lich und blaß ausſah:„vielleicht iſt an dem Orte, auf dem ich jetzt ſtehe, der unglückliche Marcos Arellanos von dem ihn begleitenden Manne ermordet worden.
Ah! könnte dieſer Ort ſprechen, ſo würde ich den Na⸗
men deſſen erfahren, den zu verfolgen ich geſchworen; aber Wind und Regen haben die Spur der Tritte des Opfers ebenſo gut verwiſcht, wie die des Mörders, und die Stimme der Wüſte iſt ſtumm geblieben.“
„Geduld, mein Kind, Geduld!“ antwortete Roſen⸗ holz ernſt.„Ich habe im Laufe eines langen Lebens das Verbrechen nie unbeſtraft bleiben ſehen; oft findet man Spuren wieder, die man ſchon längſt verwiſcht glaubt; bisweilen erhebt ſich ſogar die Stimme der Wüſte wider den Schuldigen. Iſt der Mörder noch nicht todt, ſo wird ihn die Habſucht abermals an die⸗ ſen Ort führen— was nicht lange anſtehen dürfte, da er ſich vielleicht im mexikaniſchen Lager befindet. Wol⸗ len wir nun, Fabian, den Feind hier erwarten, oder wollen wir unſere Taſchen mit Gold füllen, um dann wieder die Wohnungen der Menſchen aufzuſuchen? Darüber haſt Du nun zu entſcheiden.“


