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der den indianiſchen Läufer aufzuſuchen, den er für einen wirklichen Häuptling hielt.
Umringt von den Leuten, die Gomez zur Bewachung des Läufers beſtellt hatte, behauptete dieſer immer noch ſeine frühere Kaltblütigkeit.
„Die Ohren eines Weißen,“ ſprach der Mexikaner, ſich zu dem Apachen wendend,„ſind nicht ſo fein, wie die eines Indianers. Könnte der Häuptling mir ſagen, ob das, was ſich dort unten auf der Ebene hören läßt, das Gewieher der Pferde ſeiner Boten iſt?“
Der Indianer horchte einige Sekunden mit viel Aufmerkſamkeit.
„Es find die Boten,“ antwortete erz„ſie wollen ſich erkundigen, ob der Häuptling mit der doppelläufi⸗ gen Flinte, und der andere, Pedro Diaz genannt, end⸗ lich zurückgekommen ſind.“
„Die Indianer wiſſen vielleicht beſſer, als die Wei⸗ ßen, daß dieſe zwei Häuptlinge nicht mehr zurückkommen werden; wenn ſie aber dieſes Mal mit Demjenigen, den ſeine Kameraden gewählt haben, um ihn zu erſetzen, das heißt, mit mir, wegen des Friedens nicht unter⸗ handeln wollen, ſo iſt es ein Beweis, daß ſie den Krieg wünſchen.“
„Gut!“ ſprach der Indianer.„Der Schwarzvogel iſt ein gefürchteter Häuptling, der bei andern nicht erſt fragt, ob er Etwas thun, oder laſſen ſoll.“
Während dieſes kurzen Zwiegeſprächs hatte das ferne Getöſe zugenommen. Der Boden erdröhnte dumpf unter dem Hufſchlage der herangaloppirenden Pferde, die in der Finſterniß aber noch unſichtbar waren. Ein
dumpfes Beben durchlief das ganze Lager; aber die
Goldſucher dachten, aus der Anweſenheit der Antilope Vertrauen ſchöpfend, noch nicht daran, ſich in Verthei⸗ digungsſtand zu ſetzen. Schon wollte Gomez den Be⸗ fehl dazu geben, als der Indianer ihm ein Zeichen gab, daß er horchen ſolle.


