Teil eines Werkes 
Band 3 (1851)
Entstehung
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Einen Augenblick glaubte er, die Unvorſichtigkeit, deren er ſich ſchuldig gemacht, und die ein ſo furchtba⸗ rer Hilfsgenoſſe der Indianer geworden war, dadurch wieder gut machen zu können, daß er einen Theil ſeiner Mannſchaft ausſchickte, um neue Holzvorräthe zu ſam⸗ meln; allein ſeine Truppe würde dadurch allzu ſehr ge⸗ ſchwächt worden ſein, und er verwarf daher dieſe Idee bald wieder.

Das Lager blieb daher ganz in Dunkelheit gehüllt. Dieſe Dunkelheit war nicht blos für die Abenteurer ſelbſt eine Gefahr; vielleicht waren diejenigen, deren Abweſenheit ſo peinich gefühlt wurde, auf Abwege ge⸗ rathen, und dann hatten dieſelben gar kein Mittel, ſich in der Wüſte wieder zurechtzufinden. Die Gedanken des Menſchen nehmen beſtändig die Färbung der Scenen an, von denen er umgeben iſt, und die Finſterniß, die allüberall herrſchte, die weißen Dünſte, die langſam aus dem Schooße der Erde emporſtiegen, und die Sterne verſchleierten, trugen dazu bei, die Gedanken ſämmtlicher Be⸗ wohner des Lagerszu verdüſtern, Sie fingen an, zu zwei⸗ feln, ob ihr Anführer und ſeine vier Gefährten je zu ihnen zurückkehren würden. In ſolchen Fällen iſt die Diſtanz zwiſchen der Befürchtung und der Gewißheit gar klein, und bald wurde Don Eſtevan ſammt ſeiner Escorte als verloren angeſehen und aufgegeben.

Die leiſe geführten Geſpräche wurden unterbro⸗ chen; jeder verſchloß ſeine Unruhe in ſich, und im La⸗ ger, wie auf der endloſen Ebene, hatte ſich eine unheim⸗ liche Stille eingeſtellt.

Indeſſen wurde dieſe feierliche Ruhe bald durch ein unbeſtimmtes Getoͤſe geſtört. Man glaubte eine Art Gewieher zu hören, ein noch durch die Entfernung geſchwächtes Gewieher. Gomez, der ſich nun ſchon mit der Autorität etwas mehr familiariſirt hatte, die ihm ſo unverhofft zugefallen war, beeilte ſich dieſes Mal, durch die herannahende Gefahr, die Alle ahnten, ohne ſie noch zu ſehen, geſpornt, aus eigenem Antriebe wie⸗