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ſte diejenigen ſehen laſſen, ſo ſie ſuchen. Was liegt übrigens auch daran? Haben ſie nicht den Häuptling eines ganzen Stammes, der die Rückkehr ſeiner Boten abwartet, in den Händen? Unſere Krieger werden ihnen ſagen wollen, daß ſie ſich zu beeilen haben.“
Dieſe Antwort des argliſtigen Indianers weckte im Geiſte des Gomez eine plötzliche Erinnerung. Er fuhr zuſammen, und der Läufer bemerkte es.
Gomez erinnerte ſich nämlich jetzt, daß am vorhe⸗ rigen Abende alles zur Beleuchtung des Lagers beſtimmte dürre Holz verzehrt worden war, und daß man, von anderen Sorgen in Anſpruch genommen, den Tag über vergeſſen hatte, neues Holz zu ſammeln. Es war nun zu ſpät dazu.
Dieſer für ſeine perfiden Anſchläge ſo günſtige, für die Weißen aber ſo beunruhigende Umſtand war ebenſo wenig, wie die anderen, dem Auge des Läufers entgan⸗ gen, und er hatte der Zweifel, die er in dieſer Beziehung noch hegte, quitt werden wollen. Jetzt zweifelte er nicht mehr.
Beim bloßen Gedanken an dieſe unverzeihliche Nach⸗ läſſigkeit rannte Gomez ein kalter Schweiß über die Stirne herab. Sein einziger Troſt war, daß die Flucht der Indianer keine Treuloſigkeit verbergen könne, da ja der Häuptling als Geißel zurückgeblieben. Indeſſen be⸗ ſchloß er, denſelben ſchärfer bewachen zu laſſen.
„Ein Häuptling darf bei ſeinen Freunden nicht al⸗ lein bleiben, und ich werde daher ſechs von unſeren Leu⸗ ten den Befehl geben, in ſeiner Nähe zu bleiben,— wie es ſich geziemt. Sie werden ſeine Schlachtgeſchich⸗ ten anhören.“
Gomez verließ die Antilope, ohne die ſtolze Ver⸗ achtung zu bemerken, welche den Mund des Indianers verzog, und er gab ſechs ſeiner Kameraden die Weiſung, ſich um den Läufer herumzuſetzen, und ihn beim gering⸗ ſten Anſchein von einem Verrathe zu erdolchen. Der Mexikaner ſing an, ſich an das Befehlen zu gewöhnen.


