Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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An dieſer Wunde hat man den Schwarzvogel wie⸗ der erkannt.

Der Mexikaner und der Indianer grüßten einander, und der Schwarzvogel ergriff zuerſt das Wort.

Es ſind wohl zwei Häuptlinge, die jetzt mit ein⸗ ander ſprechen werden, ſagte der Indianer artig.

Der Mexikaner antwortete nicht minder artig; all⸗ ein eine gewiſſe Verwirrung ſtrafte ſeine Behauptung ein Bischen Lügen.

Es wohnt bisweilen eine große Seele in einem ärmlichen Körper, ſprach der Indianer;mein weißer Bruder muß ein großer Häuptling ſein.

Es lag in dieſer zweideutigen Antwort mehr Iro⸗ nie, als Offenheit; allein der Ton des Indianers ver⸗ rieth nur eine vollſtändige Ueberzeugung, obgleich ſein feiner Takt durch den Goldſucher nicht hatte irre geführt werden können.

Der Schwarzvogel heftete auf Gomez Augen, die bis auf den Grund ſeiner Seele dringen zu wollen ſchienen.

Die Augen des Mexikaners konnten dieſen prüfen⸗ den und furchtbaren Blick des Indianers nicht aushal⸗ tenz er ſchlug ſie nieder, worauf der Indianer alſo fort⸗ fuhr:

Mein Bruder lügt nicht, wenn er ſich für einen Häuptling ausgibt; allein ohne Zweifel zählt das La⸗ ger der Weißen mehrere ſolche Häuptlinge, und er iſt wohl nur einer derſelben.

Ich bin der alleinige Häuptling, antwortete der Abenteurer in ſichtlicher Verlegenheit.

Beim Anblicke eines ſo wenig impoſant ausſehenden Chefs fühlte der Schwarzvogel, daß er mit dem armen Teufel leicht fertig werden würde, der ſo unfähig war, es ihm an Verſchlagenheit und Feſtigkeit gleich zu thun, ſein Auge erglänzte von einem noch unheimlicheren Feuer.