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folgenden Zweck; mußte er ſich auch der Nothwendig⸗ keit fügen und ſeine Rache verſchieben, ſo ließ er auf der andern Seite ſeinem ungeſtümen Ehrgeize den Zügel ſchießen.
Er fühlte ſich zum zweiten Male gedrungen, ſich vor dem Boten zu entſchuldigen. Der argliſtige India⸗ ner ſtieß einen Seufzer der Erleichterung aus, wie ein einer unheilvollen Hallucination zum Opfer gewordener Menſch in dem Augenblick, wo ihm die Augen aufgehen.
Nachdem er einen langen Blick getäuſchten Haſſes flußabwärts geworfen, ſtreckte er den Hals nach der ent⸗ gegengeſetzten Seite hin aus, und blieb unbeweglich.
„Was hört der Häuptling, deſſen Ohr ſo fein iſt?“ fragte der Läufer.
„Der Schwarzvogel hört jetzt die Stille; die Stimme des Bluts ſaust nicht mehr an ſeinem Ohr.“
„Iſt das Alles, was er hört?“ fragte der Bote wieder.
Der indianiſche Häuptling ſetzte ſeine diplomatiſche Komödie fort. Er antwortete nicht, aber ſeine Phyſio⸗ gnomie nahm einen lachenden Ausdruck an, wie wenn eine ferne Melodie ſeine Sinne träfe.
„Meine Ohren,“ erwiederte der Häuptling,„ſind nicht mehr taub. Die Hand des böſen Geiſtes liegt nicht mehr darauf. Ich höre die Stimme der Krieger, die mich rufen, um die Ehre meiner Nation zu rächen: ich höre das Kniſtern des Feuers, um welches der Rath verſammelt iſt. Gelobt ſei der gute Geiſt, der die apa⸗ chiſchen Völkerſchaften beſchützt! Machen wir uns auf!“
Der Indianer wandte ſein Pferd nach dem Orte hin, wo, nach dem Berichte des Läufers, die verſammel⸗ ten Krieger auf ſeine Antwort warteten.
Die Sonne goß Lichtſtröme über die Wüſte aus, als der Schwarzvogel mit ſeiner Truppe bei der Haſe von Gummibäumen ankam, wo wir einen Tag zuvpr die rathſchlagenden Indianer verſammelt geſehen haben. Nach der erlittenen Niederlage und nach der nächtlichen
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