Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

242

Es war dieß eine neue Beſtätigung des dem Boten bereits mitgetheilten Entſchluſſes. Letzterer führte den Schwarzvogel ſchweigend an ſein Feuer zurück.

Indeſſen beeilte ſich der Läufer, ungeachtet dieſer wiederholten Benachrichtigung, nicht, wegzugehen. Sein Auge ſchien die dicke, über dem Fluſſe ſchwebende Nebel⸗ wolke durchdringen zu wollen.

Der ſtärkere Wind, der dem Aufgange der Sonne vorangeht, zerriß ſie bisweilen an einigen Stellen. Es war leicht zu ſehen, daß dieſe compacte Nebelmaſſe jeden Augenblick ſich zertheilen konnte, wie das Eis, wenn ein Fluß aufgeht. Wie aufmerkſam auch der In⸗ dianer hinſchaute, ſo hatte er doch durch keine dieſer vorübergehenden Oeffnungen hindurch die vom Häupt⸗ linge beſchriebene Inſel zu entdecken vermocht.

Der Gedanke, daß die Wachſamkeit der Schild⸗ wachen dennoch, in Folge einiger unbegreiflichen Um⸗ ſtände, habe getäuſcht werden können, fuhr dem Boten durch den Kopf, denn eine ſchlecht verhehlte Freude glänzte in ſeinem Blicke.

Ich habe geſagt, daß ich mich erſt mit Sonnen⸗ aufgang auf den Weg machen würde.

Dieſe Reflexion des indianiſchen Läufers war die Folge der Vermuthung, der er ſo eben und ſo plötzlich Raum gegeben.

Bald wurde das erſte Dämerungslicht etwas be⸗ ſtimmter. Die Nebelmaſſen wälzten ſich über einander her, wie die Staubmaſſen, die durch eine Büffelheerde erregt werden.

Dann verliehen die noch ſchiefen Strahlen der Sri⸗ dieſem graulichen Schleier das rothe Feuer des

Bald osecillirte der Nebelſchleier, wie eine unge⸗ heure Draperie, von der jeder Sonnenſtrahl und jeder Hauch des Morgenwindes ein grauliches Stück mit fortrißen.

Noch ſchwebten einige Dunſtwölkchen über der azur⸗