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5 geſanbt haben, getreulich die Worte hinterbringen, die er
jetzt gehört hat.“
Der Läufer ſchnallte, im Begriffe, wegzugehen, den Riemen, den er um die Lenden trug, feſter, als der Häuptling ihn bat, ihm auf die Beine zu helfen.
Der Apache gehorchte.
Als der Häuptling wieder, obwohl nicht ohne Mühe, auf den Beinen ſtand, wobei er den Schmerz unterdrückte, den ihm das heftige Stechen, welches er in ſeiner zerſchmetterten Schulter fühlte, verurſachte, ſprach er, auf den Arm des Läufers geſtützt:
„Wir wollen nun die Schildwachen vifitiren.“
Und begleitet und geſtützt vom Indianer, ging der Schwarzvogel mit langſamem, obwohl ziemlich ſicherem Schritte nach den verſchiedenen Feuern hin, die noch brannten.
Andere Schildwachen hatten die erſten abgelöst, die nun ihrerſeits, in ihre Biſonhaut gehüllt, auf dem Boden herumlagen, und ſchnarchten. Unter allen Krie⸗ gern hatte der Schwarzvogel allein die Augen nicht geſchloſſen. Die Dienſt habenden Schildwachen ſtanden auf ihrem Poſten, unbeweglich, wie Statuen von flo⸗ rentiniſchem Bronze.
Die erſte Schildwache, die über die Ereigniſſe der Nacht gefragt wurde, antwortete:
„Der Nebel iſt nicht ſtiller, als der Fluß; die weißen Krieger, die dem Feuer entgangen ſind, hätten ſchwimmend nicht entfliehen können, es ſei denn, daß ſie ſtumm und ſtille geweſen wären, wie die Fiſche unter dem Waſſer.“
Alle übrigen antworteten in der gleichen Richtung.
„Es iſt gut!“ ſprach der Indianer, in deſſen Auge eine wilde Freude glänzte.
Dann wandte er ſich an den Boten, und fuhr, ihm den Verband zeigend, der ſeine Achſel umgab, alſo fort:
„Die Rache ſpricht zu laut zu meinem Ohre, als daß daſſelbe eine andere Stimme hören koͤnnte.“
Der Waldläufer, M. 16


