Zweiunddreißigſtes Kapitel.
Der Parlamentär.
Schon hatten die vier Flüchtlinge den Fuß auf das Ufer geſetzt, auf dem ſie mit ihrem Floße aufge⸗ fahren, als der Bote, den die apachiſchen Häuptlinge abgeſandt hatten, um dem Schwarzvogel das oberſte Commando anzutragen, die Augen öffnete.
Es graute der Tag. Einige Stunden der Ruhe hatten hingereicht, um ſeinen ermüdeten Gliedern neue Kraft zu verleihen; auf ſeinem harten Lager bedarf der Krieger der Wüſte keines langen Schlafes.
Der Häuptling war immer noch unbeweglich, und ſchien, beim Lichte des verlöſchenden Feuers, ebenſo düſter, und ebenſo unverſöhnlich, wie am vorangegangenen Abende.
„Die Vögel fangen an zu ſingen,“ ſagte der Läufer in der bilderreichen Sprache, welche die Indianer von den Orientalen überkommen haben,— von den Orien⸗ talen, von denen ſie abzuſtammen ſcheinen.„Der Nebel entflieht vor der Sonne. Hat die Nacht dem Häuptlinge zu Gunſten des Volkes, das ſeiner Ankunft harrt, noch keinen Rath gebracht?“
„Dem, der nicht ſchläft, ſagt die Nacht gar Vieles,“ antwortete der Häuptling,„und die ganze Nacht hin⸗ durch hat der Schwarzvogel das Geſtöhne und das Geächze ſeiner Opfer gehört; er hat dem Knurren des Hungers in ihren Eingeweiden gelauſcht; et hat allen Stimmen ſeines Geiſtes ein aufmerkſames Ohr geliehen, — aber er hat die Bitten der Krieger ſeiner Nation nicht gehört.“
„Gut! der Bote wird denjenigen, die ihn herge⸗


