Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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Mehr denn einmal ſtand Don Eſtevan auf dem Punkte, eine vergebliche Verfolgung aufzugeben, und das Verſchwinden Cuchillo's jedem andern Beweggrunde, nuv dem Verrathe nicht, zuzuſchreiben.

Es kann aber keinem Zweifel unterliegen, ſprach Pedro Diaz,daß der Schlingel den Angriff der In⸗ dianer benützt hat, um dem Goldthale zuzufliehen, und von den Schätzen, die er an uns verkauft hat, ſo viel vorweg zu nehmen, daß wir vielleicht damit die Ma⸗ jorität im Congreſſe zu Ariſpe auf unſere Seite brin⸗ gen könnten; es iſt dieß ein Raub, dem wir zuvorkom⸗ men müſſen.

Es iſt dieß nicht die Sache, die ich am Meiſten fürchte, antwortete Don Eſtevan lächelnd;hat Cu⸗ chillo in Betreff des Schatzes, den er an mich ver⸗ kauft hat, nicht übertrieben, ſo hätte der Senat von Ariſpe wohl nicht ſeines gleichen auf der Welt, wenn uns nicht ſo viel Gold ührig bliebe, um ihn mehrere Mal zu beſtechen. Allein ſo nahe an einem Ziele, dem zu Liebe ich durch Wüſten gezogen bin, und eine von Jedermann beneidete Stellung verlaſſen, dem zu Liebe ich mich allen Fährlichkeiten einer Expedition, wie die unſerige iſt, ausgeſetzt habe, fühle ich mich plötzlich, ich weiß nicht von welcher unbeſtimmten Furcht ergriffen, daß ich noch im Hafen ſcheitern werde. Die Wüſte iſt, wie das Meer, reich an Räubern jeder Art, und die Seele Cuchillo's iſt fruchtbar an Verrath; es däucht mir, der Bandit werde mir Unglück bringen.

Und Don Antonio de Mediana ſetzte ſeinem Weg ſchweigend fort.

In einer andern Stimmung befanden ſich die beiden Reiter, die Don Antonio folgten. Ihren Augen ſchien es, als ob ein goldener Nebel über dem Placer auf⸗ ſteige, dem ſie zueilten.

Möge ich, ſagte Baraja zu ſeinem Kameraden, mein ganzes Leben nur einen dem Ihrigen gleichen Mantel zu tragen verdammt ſein, Senor Oroche, wenn