Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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Beute berauſcht, blindlings dahin eilte, wohin ihn das Schickſal rief, kamen, durch den Einfluß, dem er ſelbſt gehorchte, hinter ihm her in dieſe düſteren Einöden ge⸗ trieben, ihrerſeits die vier Reiter, die in aller Stille das mexikaniſche Lager verlaſſen hatten.

Dieſe Reiter waren, wie wir wiſſen, Don Eſtevan, Pedro Diaz, Oroche, und Baraja.

Wie wir geſehen haben, ſo waren die letzteren drei Perſonen unter allen Abenteurern diejenigen, auf die der Chef ſich am Meiſten verlaſſen zu können glaubte.

Obgleich die Nebelhügel nicht über ſechs Stun⸗ den vom Lager entfernt waren, ſo hatte doch Arechiza, nicht wiſſend, wie viel Zeit die Erxpedition erfordern würde, den Befehl hinterlaſſen, ſeine Rückkehr hinter den Verſchanzungen abzuwarten. Und dann hatte er ſich, wie von uns bereits geſagt worden, unter dem Vorwande entfernt, daß er in der Umgegend eine Re⸗ cognoscirung vornehmen wolle. Zu gleicher Zeit hatte er die Abenteurer nicht einmal ahnen laſſen, daß ſie ſo nahe am Ziele wären.

Oroche und Baraja kannten allein den wahren Zweck dieſer nächtlichen Erpedition, und folgten in eini⸗ ger Entfernung Don Eſtevan und Diaz, welche voran⸗ ritten.

Die zwei Freunde ritten ſo in die Finſterniß hin⸗ aus, und es klopfte ihr Herz bei dem Gedanken, daß ſie bald das reichſte Placer, das je die Augen eines Goldſuchers geblendet, betreten würden. Auch brann⸗ ten ſie vor Begierde, Cuchillo den Weg abzuſchneiden.

Aber ein zweiſtündiges Rennen hatte zu keinem Reſultate geführt, da Cuchillo wenigſtens zwei Stun⸗ den vor ihnen weggeritten war. So blieb er für ſeine Verfolger in den ungeheuren Ebenen unſichtbar, wo die Dunkelheit ſelbſt dem geübten Auge eines Indianers es unmöglich gemacht haben würde, die Spur deſſelben zu erkennen.