Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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viele Meſſen leſen laſſen, daß er ſich Glück wünſchen wird, von ſo großmüthigen Händen aus dieſer Welt befördert worden zu ſein.

Cuchillo brach in ein Gelächter aus, und trieb ſein Pferd noch mehr anz nachdem er ſo einige Minu⸗ ten dahin gejagt, hielt er von Neuem an, um zu hor⸗ chen. Mit Ausnahme des Athems, der in ungeſtümer und geräuſchvoller Weiſe durch die Nüſtern ſeines Pfer⸗ des drang, ſtörte ſonſt kein Geräuſch die Stille der Wüſte.

Der Bandit ließ ſeine ſchweißbedeckte Stirne durch den kühlenden Morgenwind einen Augenblick frei küſſen.

Ich bin allein, ja, ganz allein, hob er wieder an,die viehiſchen Menſchen, die ich ſo gut geführt, ſchlagen ſich dort unten, damit ich ſo viel Zeit habe, um den Sand eines Theiles des Goldes zu berauben, das er leicht bedeckt, aber nicht verbirgt. Wer kann mich nun, ſobald der Tag graut, verhindern, ſo viel Gold aufzuleſen, als ich tragen kann, ohne mein Ge⸗ heimniß zu verrathen? Dieſes Mal wird es nicht mehr gehen, wie zur Zeit, wo Arellanos bei mir war: ich werde vor den Indianern nicht mehr zu fliehen brauchen; ich habe dieſen ihre Beute überliefert, damit ſie die Menſchen von meinem Wege ferne halten. Und dann komme ich mit denjenigen meiner Gefährten zu⸗ rück, die den Lanzen der Apachen entgangen find! Wie viele von ihnen werden noch übrig bleiben, um mit mir zu theilen? Oh, der Gedanke an dieſe Schätze entzündet das Blut in meinen Adern! Wird nicht das Gold mir gehören, das Gold, das hienieden allein Ruhm, Vergnügen, alle Güter dieſer Welt verſchafft, und deſſen Gewalt, nach der Ausſage unſerer Prieſter, ſich noch über das Grab hinaus erſtreckt?

Ein blendender Schwindel ging hier am Auge des Banditen vorüber, der ſeinem Pferde von Neuem die Sporen gab, und dem Goldthale zujagte.

Während Cuchillo, von der Hoffnung einer reichen