Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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weilen ſein ſchnelles Rennen, um dem unbeſtimmten Gemurmel der Wüſte ein aufmerkſameres Ohr zu lei⸗ hen. Und wenn er ſo die Tiefen der Wüſte mit dem Blicke befragt, wenn er ſah, daß ſeine Befürchtungen ungegründet geweſen, ſetzte er ſeinen Weg mit neuem Vertrauen und mit neuem Eifer fort.

Bisweilen weckte auch der Anblick der Orte, die er ſchon einmal geſehen, düſtere Erinnerungen in ihm. Sein Inſtinkt hatte ihn auf demſelben Wege trefflich geleitet; auf jenem Hügel hatte er mit Marcos Arel⸗ lanos ausgeruht; jener Nopal hatte ihnen ſeine erfri⸗ ſchenden Früchte dargeboten; und ſie Beide hatten mit einem myſteriöſen Schrecken die ſeltſam ausſehenden Nebelberge betrachtet.

Cuchillo eilte immer vorwärts; der Wind pfiff durch ſeine Haare hin; ſein Pferd wieherte, und ſein raſcher Galopp brachte den Mörder in die Nähe des Ortes, wo ſein Opfer ſeinen Streichen unterlegen war. Dann folgte auf die Furcht vor den irdiſchen Feinden die Furcht, die unter dem Mantel der Nacht das Ge⸗ wiſſen einflößt, welches, wenn es auch den Tag über ſchlummert, in der Finſterniß nichts deſto weniger wacht. Die Geſträuche, die dornigen Nopale richteten ſich vor Cuchillo wie Phantome auf, und ſtreckten die Arme aus, um ſich ihm während ſeines Jagens entgegenzu⸗ ſtellen; ein kalter Schweiß befeuchtete ſeine Stirnez aber die Habſucht, die bei ihm noch ſtärker, als die Furcht war, ſpornte ihn, wie ſeine Sporen die Flan⸗ ken ſeines Pferdes peinigten, und trieb ihn blindlings nach dem Goldthale hin.

Die Wirklichkeit folgte alsbald ſeinen Viſionen, und der Bandit lachte über ſeine Schrecken.

Die Phantome, ſprach er,ſind wie die Alcal⸗ den, die arme Teufel, wie ich einer bin, nimmer in Ruhe laſſen; aber ſobald es mir gelingt, etliche Ar⸗ roben von dieſem Golde auf die Seite zu bringen, werde ich für die Ruhe der Seele des Arellanos ſo