Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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233 von einem derjenigen bemerkt worden war, die er im Augenblicke dex Gefahr im Stich ließ; indianiſche Herumſtreicher konnten ſein Ausreißen gemeldet haben, und dieß war der Grund ſeiner Furcht.

Indeſſen war Cuchillo nicht der Mann, der einen ſo kühnen Streich wagte, ohne auch deſſen günſtige Chancen abgewogen zu haben. Er hatte es gemacht, wie der Jäger, der die Jungen des Löwen oder des Tigers in der Höhle fangen will, in der ſie auf die Welt gekommen, und demſelben eine Beute überläßt, um ihn ferne zu halten, und von dem, was vor⸗ geht, abzuziehen. Die Beute, die er den Herren dieſer Wüſten hingeworfen, waren ſeine Gefährten.

Seine früheren Execurſionen hatten, wie bereits berichtet worden, nur den Zweck gehabt, einen Haufen von Indianern, deren Spuren er erkannt, nach dem Lager Don Eſtevan's hinzuziehen. Allerdings ſpielte er ein gar gefährliches Spiel, und man hat geſehen, wie es ihm nur mit Mühe gelang, das Corps der Er⸗ pedition. wieder zu erreichen, und wie er den ihn hitzig verfolgenden apachiſchen Kriegern nur eine kleine Strecke voran war.

Er hatte gedacht, daß der Kampf ſich verlängern, und den größeren Theil der Nacht über dauern; daß, Sieger oder beſiegt, die Abenteurer den ganzen folgen⸗ den Tag über es nicht wagen würden, aus ihren Ver⸗ ſchanzungen hervorzukommen, und daß er lange Stun⸗ den vor ſich hätte, während welchen er ſich eines Theils der Schätze des Goldthals bemächtigen, und dann, in's Lager zurückgekommen, ſeine Beute unter den Schutz ſeiner Gefährten ſtellen könnte; daß er endlich in dem Augenblicke, wo die ganze Erpedition im Goldthale anlangte, noch als Soldat und als Führer, einen wei⸗ teren Antheil bekommen würde. Es konnte ihm nicht an Vorwänden mangeln, um dieſe neue Abweſenheit zu bemänteln, und ſo würde er die Kenntniß eines Ge⸗ heimniſſes, das er bereits um eine große Summe ver⸗