230
„Was ich damit anfangen will?“ rief Roſenholz, den Excarabinier mit dem Elbogen ſtoßend,„hör' doch, das Kind fragt, was ich damit anfangen wolle!“
„Ja, ich will es durchaus wiſſen.“
„Was ich damit anfangen will?“ ſprach der ehrliche Canadier, den dieſe Frage nicht wenig in Verlegenheit ſetzte, weiter;„ei der tauſend.. ich werde ich werde. eine Menge Sachen daraus machen.. und wenn ich es auch nur dazu verwende, daß ich an meinem Carabiner einen ganz goldenen Lauf anbringen laſſe,“ ſetzte er mit triumphirender Miene hinzu.
Fabian konnte ſich nicht enthalten, die Achſeln zu zucken und abermals zu lächeln.
„Du lachſt,“ antwortete Roſenholz, wärmer wer⸗ dend:„glaubſt Du denn, es wäre nicht außerordentlich ſchmeichelhaft, einem Apachen, einem Sivux, oder einem Pawnie, dem man mit einem Dolchſtoße vollends den Treff gibt, ſagen zu können:„„Hundsfott, die Kugel, die Dir den Kopf zerſchmettert hat, kommt aus einem Laufe von maſſivem Golde?““—„Sei ruhig, mein Kind, wenige Caſtorjäger könnten ein Gleiches ſagen.“
„Ich gebe es zu,“ erwiederte Fabian.
Sodann ſetzte er in ernſtem Tone hinzu:
„Nein, meine Freunde, Don Eſtevan entgeht mei⸗ ner Rache, Dank den Soldaten, von denen er umgeben iſt; und das Placer, von dem ich glaubte, daß es mir gehöre, entgeht mir ebenfalls. Was liegt auch daran? Kann ich nicht den Namen und das Vermögen meiner Väter zurückverlangen, im Fall der Ehrgeiz ſich meiner bemächtigen ſollte? Gibt es in Spanien nicht Gerichte, die Jedem zu ſeinem Rechte verhelfen? Golt wird das Uebrige thun; allein ich mag zwei edle Leben nicht thörichter Weiſe auf's Spiel ſetzen; von dem meinigen mag ich gar nicht ſprechen,“ fuhr er melancholiſch fort: „habe ich nicht ſchon, ſo jung ich noch bin, den Kelch des Leidens bis auf die Neige geleert? Das iſt ge⸗


