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täuſche, ſo muß er das Thal, worin ſich der Goldſand befindet, kennen. Auf jeden Fall aber müſſen wir, ſo ſchwer es auch unſerer Ungeduld ankommen mag, die Rückkehr der Sonne abwarten, bevor wir blindlings in eine Gegend vordringen, die wir nicht kennen, und wo dieſe golddürſtenden Abenteurer für uns ebenſo furcht⸗ bare Feinde ſein können, wie die Indianer ſelbſt. Iſt das nicht auch Ihre Anſicht, Pepe?“
„Faſt die ganze Nacht hindurch hat der Wind das Gekrache eines Flintenfeuers bis zu unſern Ohren ge⸗ tragen, und dieſes Schießen bedeutet, daß die Haupt⸗ maſſe der Expedition mit den Indianern im Kampfe gelegen iſt; es iſt nicht wahrſcheinlich, daß Jemand uns ſchon voraus iſt; ich muß Ihnen daher frank und frei ſagen, daß meine Anſicht von der Ihrigen verſchieden iſt, und daß meine Meinung dahin geht, daß wir, ohne noch mehr Zeit zu verlieren, irgend einen Ort in die⸗ ſen Bergen zu erreichen trachten müſſen, wo wir einen letzten und unvermeldlichen Kampf gegen unſere Feinde, mit einiger Hoffnung auf Erfolg, wagen können.“
„Dieſen ungleichen Kampf will ich eben vermieden wiſſen,“ antwortete Tiburcio warm.„So lange ich hoffen konnte, daß ich die, welche die Vorſehung, in Folge eines wunderbaren Zufalls, meiner Rache als die zu treffenden Perſonen bezeichnet hatte, noch vor Er⸗ reichung des Preſidio Tubac einholen, und ſie, drei ge⸗ gen fünf, angreifen würde, verfolgte ich ſie, ohne wei⸗ ter darüber nachzudenken; ſo lange ich glauben konnte, ich hätte mich getäuſcht, und es wage ſich dieſe Expe⸗ dition, gleich allen früheren, in dieſelben Wüſtenen vor, ohne einen andern Zweck,— was man mir auch darüber geſagt,— als den, irgend ein unbekanntes Placer aufzufinden, bin ich ihr, Schritt für Schritt, gefolgt. Was iſt nun aber gefchehen?
„Finden wir nach vier Tagen, während welcher wir eine verſchiedene Richtung eingeſchlagen, heute Nacht nicht denſelben Don Eſtevan mit ſeinen Leuten in der


