Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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Roſenholz nahm ihn auf die Schultern. Alle drei gingen dann in das Waſſer, das ihnen kaum bis an's Knie reichte, und bald langten ſie am andern Ufer an⸗ Die Kette der Nebelberge war nur etwa noch eine Stunde von der Spitze des Delta entfernt, auf der ſie angekommen waren, und nach einigen der Ruhe gegoͤnn⸗ ten Augenblicken ſetzten ſie ihren Weg neu geſtärkt fort.

Bald veränderte ſich das Ausſehen des Bodens. Auf den feinen Sand des Alluvial⸗Bodens(denn wäh⸗ rend eines Theils des Jahres, das heißt zur Regenzeit, war das durch die Verbindung der zwei Flüſſe gebil⸗ dete Dreieck überſchwemmt) folgten tiefe Krümmungen und um jene Zeit ausgetrocknete Betten, welche die Bäche während der Regenzeit, wo ſie von den Vergen herabſtürzen, ſich graben. Anſtatt des langen und ſchma⸗ len Saumes von Weiden⸗ und Baumwoll⸗Bäumen, die bis daher öde Ufer beſchattet hatten, erhoben ſich in gewiſſen Entfernungen grüne Eichen, und die neue, vom Waſſer durchwühlte Landſchaft war durch die Berg⸗ kette abgeſchloſſen, die man die Nebelhügel nennt.

Dort machten die Reiſenden einen Augenblick Halt. In der Nähe ſah dieſe Landſchaft ſeltſam und impoſant aus. Selten hatten die Füße eines Weißen dieſe Wüſte betreten, die noch in ihrer ganz wilden Jungfräulichkeit daſtand. Marcos Arellanos und Cuchillo waren allein ſo weit vorgedrungen.

Wie in jenen ungeheuren Baſiliken, die ganz von der Majeſtät Gottes erfüllt ſind, hatte ein vages Gefühl ehrfurchtsvollen Schreckens vor dem übernatürlichen Zauber, womit dieſe ernſte Landſchaft bekleidet ſchien, ſi. daß man unwillkürlich die Stimme finken

ieß. Dieſe von einem ewigen Nebel umhüllten Hügel,— dieſe Hügel, die auch dann dunſtumfloſſen blieben, wenn die umherliegenden Ebenen im Glanze der Sonne leuch⸗ teten, ſchienen auf ihrer Spitze undurchdringliche Myſte⸗ rien zu verbergen.