Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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Durch die Abreißung der Wurzel, die ſie auf dem Fluſſe feſthielt, und durch den gewaltigen Stoß, als ſie auf dem Ufer ſitzen blieb, in ihrem Zuſammenhange bereits gelockert, konnte die ſchwimmende Inſel den vereinigten Armen der drei Jäger keinen langen Widerſtand ent⸗ gegenſetzen.

Die Baumſtämme, woraus ſie beſtand, wurden nach einander losgeriſſen, und in den Strom hinausgetrieben, der ſie fortführte; und bald war von dem Floße, an deſſen Bau die Natur ſo viele Jahre gearbeitet hatte, keine Spur mehr übrig.

Als vor den Augen der Jäger der letzte Aſt ver⸗ ſchwunden war, ließen Roſenholz und Pepe es ſich ange⸗ legen ſein, die Grasſtengel wieder aufzurichten, und die Spur, die ihr Fuß dort zurückgelaſſen haben konnte, zu vertilgen.

Dann gab der Canadier das Zeichen zum Aufbruche.

Als der größte und ſtärkſte unter den vier Flücht⸗ lingen, ging er zuerſt in's Waſſer, und zwar ſo weit vom Ufer weg, daß die Fluth die Spur ihrer Füße be⸗ deckte, und daß die Indianer ſo vermuthen konnten, es ſei von ihnen die Fahrt auf dem Floße fortgeſetzt wor⸗ den. Ihr Weg war zn mühevoll, als daß ſie hätten ſehr raſch gehen können, und doch kamen ſie, nach Ver⸗ fluß von einer Stunde, in dem Augenblicke, wo, unge⸗ achtet der Fußbekleidung, die ſie beibehalten, ihre wun⸗ den Füße ſie zum Ausruhen zwingen mußten, an dem Orte an, wo die zwei Flüſſe aus einander liefen, welche das Delta bildeten, in dem das Goldthal liegen mußte.

Der Tag war nicht mehr fern; ſchon fing die Morgenröthe an, den Horizont, im Oſten weiß zu ſtrei⸗ fen. Eine graue Tinte folgte auf die Dunkelheit. Glück⸗ licher Weiſe war der Flußarm, den man überſchreiten mußte, nicht ſehr tief. Die Hauptmaſſe des Waſſers floß nach dem andern Arme ab. Es war dieß ein gün⸗ ſtiger Umſtand; denn es hätte viel Zeit gekoſtet, den verwundeten Gambuſino ſchwimmend hinüberzubringen.