Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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Die Flüchtlinge hielten ſogar ihren Athem zurück, und das Floß glitt immer noch ſtill über die dunkle Fläche des Fluſſes hin.

„Sollte der Teufelskerl uns bemerkt haben?“ mur⸗ melte Pepe dem Canadier in's Ohr.

„Es iſt zu befürchten,“ antwortete Roſenholz.

Ein kläglicher Schrei machte die Jäger zittern, und es wurde der Schrei auf beiden Ufern wiederholt: es waren die Signale, welche die Schildwachen einander übermachten, indem ſie die Stimme der Nachtvögel nach⸗ ahmten. Und dann wurde Alles wieder ſtill.

Endlich entfuhr Roſenholz ein Seufzer der Erleich⸗ terung, indem er Fabian mit dem Finger das am Ufer brennende Feuer zeigte.

Der Indianer war in den Lichtkreis wieder einge— treten; und er nahm ſeine Lanze wieder, ſtützte ſich, ganz in der vorherigen Weiſe, auf dieſelbe.

Es war ein blinder Lärm; allein nichts deſtoweni⸗ ger fuhr die Inſel fort, ſich dem Ufer zu nähern.

„Wenn es ſo fortgeht,“ ſprach Roſenholz.„ſo fal⸗ len wir in zwei Minuten in das Bivouac dieſes india⸗ niſchen Teufels. Ah! könnten wir doch mit Hülfe dieſes Aſtes ein wenig rudern, dann wären wir gar bald wie⸗ der auf dem rechten Wege; aber das Geräuſch des Waſſers würde unſere Flucht verrathen.“

„Und doch werden wir das thun müſſen; vielleicht iſt es beſſer, wenn wir uns der Gefahr ausſetzen, uns ſelbſt zu verrathen, als wenn wir uns an unſere Feinde ausliefern. Zuerſt aber wollen wir ein Bischen ſehen, ob die Strömung, in der wir uns befinden, nach dem Ufer hinführt; iſt Letzteres wirklich der Fall, ſo dürfen wir nicht länger zögern, und obgleich ein Baumaſt im Waſſer ein größeres Geräuſch macht, als ein mit Lein⸗ wand umwundenes Ruder, ſo wirſt Du doch es Dir, ſo viel wie möglich, angelegen ſein laſſen, leiſe zu rudern.“

Während Pepe dieſen guten Rath gab, brach er ganz ſachte ein kleines Stück abgeſtorbenen Holzes ab,