Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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deutet die Annäherung des Morgens an; wir haben nicht zu viel Zeit vor uns. Habe ich meinen Seemanns⸗ blick nicht verloren, ſo läuft unſer Fahrzeug nicht mehr als drei Knöpfe in einer Stunde.“

„Um ſo beſſer,“ ſprach Pepe:„man wird unſer Fortrücken weniger bemerken.“

Der wackere Canadier ließ ſich nur ſo viel Zeit, um ſeinen beiden Gefährten die Hand zu ſchütteln, und ſtand dann auf.

„Was wollen Sie thun? fragte Fabian.„Können wir nicht zuſammen die Inſel aus dem Grunde reißen, und unſere Anſtrengungen vereinigen, wie Pepe vorge⸗ ſchlagen hat?“

„Wohl können wir ſie aus dem Grunde reißen, Fabian; allein wir laufen auch Gefahr, ſie wie ein Reisbündel, deſſen Wiede zerriſſen wird, aus einander zu ſtreuen, und unſere Rettung hängt von der Erhal⸗ tung der Inſel in ihrem jetzigen Zuſtande ab. Viel⸗ leicht wird ſie durch eine große Wurzel, oder einen dicken, die Kette eines Pflichtankers vertretenden Baum⸗ aſt auf dem Grunde feſtgehalten. Es müſſen ſchon viele Jahre verſtrichen ſein, ſeitdem dieſe Bäume hier feſtſitzen: der Boden, der ſich darauf gebildet hat, ſagt es mir. Das Waſſer muß dieſe Wurzeln oder dieſe Aeſte mit der Zeit in Fäulniß gebracht haben, und da⸗ von will ich mich nun vergewiſſern.“

In dieſem Augenblicke unterbrach das unheimliche Geſchrei eines Nachtvogels den Canadier. Dieſe Klage⸗ töne, die mit einem Male die tiefe Stille der Nacht ſtörten,— die ſich gerade in dem Augenblicke hören ließen, wo den Jägern wieder eine Hoffnung aufging, klangen in den Ohren Pepe's wie eine Unheil verkün⸗ dende Muſik.

„Ah!“ ſprach der Spanier, deſſen abergläubiſche Gedanken durch die Gefahr wieder geweckt wurden, trau⸗ rig,„die Stimme der Eule zeigt in ſolchem Falle nicht

Gutes an.“

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