Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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nadiers nicht entgangen. Er beſchloß daher, mit einer langen Stange das aus naſſem Graſe beſtehende Bett zu verſtreuen, wie man beim Heumachen das abgemähete Gras aus einander wirft; aber in demſelben Augenblicke, wo er ſich anſchickte, dieſen gefährlichen Verſuch zu wa⸗ gen, ging ſeine Prophezeihung in Erfüllung.

Einige Kugeln und Pfeile flogen pfeifend in den kleinen, zwiſchen der Inſel und dem Brander leer geblie⸗ benen Raum. Dieſe Schüſſe ſollten, wie es ſchien, mehr die Jäger erſchrecken, als ſie treffen.

„Sie wollen,“ ſprach Roſenholz mit leiſer Stimme, „uns alſo um jeden Preis lebendig fangen. Wohlan! es kommt auf einen Verſuch an.“

Die Feuermaſſe berührte jetzt faſt die Inſel; noch einige Augenblicke, und ſie mußte im Feuer aufgehen. Schon umhüllte ein glühend heißer Dunſt die Jäger, als der Canadier ſich blitzſchnell in das Waſſer hinab⸗ ließ, und ganz verſchwand.

Auf beiden Ufern des Fluſſes ließ ſich ein gewal⸗ tiges Geheul hören, und ſowohl die Indianer, als der Spanier, und Fabian, die nun allein waren, ſahen den ſchwimmenden Baum, unter dem mächtigen Drucke des Canadiers, oscilliren. Der ungeheure Feuerherd ver⸗ breitete ein noch blendenderes Licht; dann ziſchte das Waſſer mit einem Male: die Feuermaſſe zertheilte ſich, und verſchwand in den ſchäumenden Fluthen.

Die tiefſte Finſterniß folgte plötzlich auf das helle vom Brander verbreitete Licht; die Dunkelheit und der Nebel hatten ihren düſtern Baldachin von Neuem über den ganzen Lauf des Fluſſes ausgeſpannt.

Der Baum mit den vom Feuer geſchwärzten Aeſten ging, von ſeinem Wege abgelenkt, vorbei, und beſchä⸗ digte den Schilfſaum der Inſel, als, inmitten des Ge⸗ heuls der vor Erſtaunen faſt erſtarrten Indianer, Roſen⸗ holz wieder bei ſeinen Gefährten anlangte.

Das Inſelchen zitterte noch unter den Anſtrengungen,