gegen die Wuth ſeines Thieres ankämpfte; wie ſich der⸗,
ſelbe unter den Sattel bog, um⸗ die Berührung der Baumäſte zu verhindern; und dann ſah ihn Roſenholz nicht mehr.
„Sie werden ihn umbringen!“ rief er mit ſchmerz⸗ erfüllter Stimme.„Fünf gegen Einen! der Kampf iſt allzu ungleich. Wir wollen ſo viel wie möglich in ſei⸗ ner Nähe bleiben, Pepe, um noch einmal dieſes Kind zu ſchützen, das mir ſeit ſo kurzer Zeit wieder geſchenkt worden!“
Schon hatte Roſenholz ſeinen Karabiner auf die Schulter geworfen: in einem Nu hatten ihn, da er nicht auf die Antwort ſeines Freundes wartete, einige Rieſen⸗ ſchritte in der von Fabian genommenen Richtung ſo weit entfernt, daß Pepe ihn nicht mehr hören konnte.
„Dieſes Pferd iſt nicht leicht zu lenken,“ rief Pepe, der ihm nachfolgte.„Ich weiß gewiß, daß er nicht den geraden Weg verfolgen wird; ſei ohne Furcht, wir kom⸗ men vielleicht ebenſo bald an, wie er! Ah, Don Eſte⸗ van! Dein böſer Stern hat Dich unter dieſe Banditen geführt!“
Unterdeſſen flog Fabian, wie in den Mährchen die phantaſtiſchen Reiter, die kein Hinderniß aufhält, mit furchtbarer Geſchwindigkeit über die Unebenheiten des Bodens, über Waldſtröme, Schluchten und über alte Baumſtämme hin, die auf dem Boden herumlagen; ſeine ſchien mit der des Thieres ganz im Einklange zu
ehen.
Pepe hatte ſich nicht getäuſcht, und ohne Zweifel würde er die, ſo er verfolgte, trotz des Vorſprungs, den ſie gewonnen hatten, bald erreicht haben, wenn er ſein ungeſtümes Pferd hätte nach ſeinem Willen lenken können.
Unglücklicher oder vielleicht glücklicher Weiſe brachte ihn das noch ungebändigte Thier bisweilen von dem rechten Wege ab, und erſt nach ungeheuren Anſtrengungen gelang es ihm, es auf den ſchmalen Pfad zurückzubrin⸗ gen, der ſich im Walde fortſchlängelte, und auf welchem
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