Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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„Hier! gerade vor Dir antwortete die Stimme Pepe's: wir find hier, Don Fabian und ich.“

Ein Ausruf der Freude entwand ſich der Bruſt des Canadiers, als er Tiburcio und Pepe, die Ihn zu erwarten ſchienen, wieder erblickte.

„Der Schlingel muß verwundet ſein,“ rief er, auf ſie zueilend,„denn er hat vergebens verſucht, ſich an einem Zweige feſtzuhalten; auch war deutlich zu ſehen, daß er auf dem Graſe gelegen; biſt Du glücklicher ge⸗ weſen, als ich,, da Dein Carabiner ſich gleichfalls hat hören laſſen?“

Pepe ſchüttelte verneinend den Kopf.

„Wenn Du von einem mit einem Lederwammſe be⸗ kleideten Manne ſprichſt, ſo muß ihn der Teufel be⸗ ſchützen; denn anch ich habe auf ihn geſchoſſen, ohne ihn zu treffen; allein es waren noch vier Reiter bei ihm, und in einem derſelben habe ich den wieder er⸗ fannt, der ſich hier Don Eſtevan nennen läßt, aber Niemand anders iſt, als....

„Ich habe bloß den Mann mit dem Lederwammſe geſehen,“ fiel Roſenholz ein,„und hier iſt der Cara⸗ biner, den er bei ſeinem Falle zurückgelaſſen. Aber biſt Du nicht verwundet?“ rief er lebhaft, zu Tiburcio gewandt.

„Nein, nein, mein Freund, mein Vater,“ antwor⸗ tete Tiburcio, indem er ſich in die offenen Arme des Canadiers warf, der ihn, mit naſſen Augen, an ſein Herz drückte, und, gleich als ob er ihn zum erſten Male ſähe, ausrief:

„Ahl wie groß iſt er! wie ſchön iſt er jetzt, der kleine Fabian!“

Dann fragte er voller Sorgfalt das Kind, das er wieder gefunden, um die Urſache ſeiner Bläſſe und ſeines feierlichen Ausſehens.

„Pepe hat mir Alles geſagt,“ antwortete Tiburcio; „ich weiß, daß der Mörder meiner Mutter ſich unter dieſen Menſchen befindet!“