43
endlich drückte er, den Lauf ſeiner Kugel beiläufig ſchätzend, ab; allein es war zu ſpät, und ſeine Beute entging ihm.
Dann ahmte er dreimal das Kläffen des Coyote nach, um Pepe zu benachrichtigen, daß etwas Außeror⸗ dentliches vor ſich gehe, und ging ſeufzend nach dem Orte hin, wo er das Pferd ſich hatte bücken und wie⸗ der aufrichten ſehen.
Das Gras war dort, wie durch den Fall eines ſchweren Körpers, zu Boden gedrückt; dort mußte der Reiter zu Boden gefallen ſein, wie ein Sumachzweig anzeigte, der ſo hoch hing, daß ihn ein Reiter erreichen fonnte; die Blätter deſſelben waren zerknittert, oder abgeriſſen, wie wenn eine unmächtige Hand ſich daraus eine Stütze zu machen verſucht hätte. Indeſſen war weder auf dem Graſe, noch auf den untern Blättern eine Blutſpur zu entdecken; es war in der Eile der Flucht bloß ein Carabiner zurückgelaſſen worden. Roſen⸗ holz bemächtigte ſich deſſelben.
„Mein armer Fabian,“ ſagte er bei ſich,„wird ſo wenigſtens eine leidlich gute Waffe gewonnen haben, denn ein Meſſer allein iſt in unſern Wäldern nicht viel werth.“
Durch dieſen Fund über den geringen Erfolg ſei⸗ ner Erpidition ein wenig getröſtet, ging Roſenholz nach dem Lagerplatze zurück. Unterwegs ließ ſich im Walde ein neuer Schuß hören.
Es iſt der Carabiner Pepe's: ich kenne ihn. Sollte er etwa glücklicher geweſen ſein, als ich?“
Und abermals fiel ein Schuß. Dieſes Mal hallte er im Herzen des Canadiers ſchmerzlich wieder; dieſer Ton war für ſein Ohr ein fremder. Voll grauſamer Ungewißheit in Betreff des Reſultats dieſes Schuſſes, der das Kind, das er eben erſt wieder gefunden, ge⸗ troffen haben konnte, ging er eiligſt nach dem nächtlichen Lagerplatze zurück.
Während Roſenholz mit Rieſenſchritten nach dem
3 3 3


