Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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drückte er, gleich dem Jäger, der, um ſich des Wildes zu bemächtigen, welches ſein Gewehr zu Boden geſtreckt, über Gehäge und Gräben ſetzt, auf ſeinem Wege junge Bäume, die einen gewöhnlichen Menſchen aufgehalten hätten, wie Gräſer darnieder. Die Geſträuche, die jun⸗ gen Bäumchen, die Lianen, die durch ſeine Füße zu Bo⸗ den gedrückt, und durch ſeinen Körper zerriſſen und ge⸗ knickt wurden, krachten überall.

Indeſſen war es ihm vorgekommen, als hörte er ein Thier gleichfalls Gebüſche niederdrücken. Und in der That bemerkte er ein ſich bäumendes Pferd, das ohne ſeinen Reiter von einer Seite nach der andern ſprang, und deſſen Schrecken noch durch die Baumzweige, die es trafen, ſo wie durch die Steigbägel, die an ſeine beiden Flanken ſchlugen, vermehrt wurde. Offenbar hatte da⸗ her die Kugel des Canadiers zur Folge gehabt, daß der Reiter nicht mehr im Sattel ſaß.

Plötzlich ließ ſich ein ganz eigenihümliches Pfeifen hören: das Pferd ſtand ſtille, ſpitzte die Ohren, reckte den Kopf in die Höhe und blies die Nüſtern auf: dann flog es dem Orte zu, woher das Geräuſch kam. Roſen⸗ holz folgte dem Pferde; allein bald hatte dieſes ihn weit hinter ſich zurückgelaſſen, dann ſtand es wieder ſtill.

Noch einige Sprünge, und Roſenholz langte an der Stelle an, wo er den abgeworfenen Reiter zu fin⸗ den glaubte. Er hatte im Sinne, ihn ohne Mitleid aus der Welt zu ſchaffen, um Tiburcio vor neuen An⸗ griffen zu ſichern. Schon hörte er das Keuchen eines Verwundeten; bald ſah er durch das Laub hindurch, wie das Pferd eine gebückte Stellung annahm, und wieder àufſprang; dieſes Mal aber ſaß der Reiter mit dem Lederwamms wieder im Sattel, und in einem Augen⸗ blicke verſchwanden Mann und Pferd in den Tiefen des Waldes.

Als Roſenholz ſeinen Racheplan vereitelt ſah, lud er eiligſt ſeinen Carabiner wieder; dabei ſtieß er ener⸗ giſche Flüche gegen den fliehenden Feigling aus, und