Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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zu concentriren. Nach einigen Sekunden hörte er ein dumpfes Geräuſch, ähnlich dem eines in entgegengeſetzter Richtung fortgaloppirenden Pferdes.

„Pepe hat ſich nicht geirrt,“ murmelte er, indem er aufſtand und raſch zurücklief;„der Schlingel gewinnt mir mit Hilfe ſeines Pferdes den Vorſprung ab, und umgeht unſern Lagerplatz; ich aber habe den Vortheil, daß eine gute amerikaniſche Büchſe mir zu Dienſten ſteht, und ein Gleiches iſt bei Pepe der Fall.

Bei ſeinem raſchen Laufe flogen die Bäume rechts und linfs an ihm vorbei; da er eine ganz gerade Linie verfolgte, und da, nach den ganz richtigen Vermuthungen ſeines Kameraden, der Feind eine krumme Linie beſchrieb, ſo bemerkte er während eines Augenblicks, obwohl in einer ungeheueren Entfernung, ein falbes Lederwamms, das ſich an einer Stelle, wo das Laub dünner ſtand, genau in der Höhe eines Reiters zeigte. Dieſes faſt un⸗ ſichtbare Ziel reichte für ihn hin, und er drückte, plötz⸗ lich ſtille ſtehend, ſeine Büchſe ab. Das Lederwamms verſchwand; da aber bei Leuten ſeiner Art Viſiren gleichbedeutend mit Treffen iſt, ſo zweifelte der Canadier keinen Augenblick, daß ſein Feind todt oder doch ver⸗ wundet auf dem Boden läge.

Der durch den Schuß erzeugte weißliche Rauch wir⸗ belte noch in der Höhe der niederſten Baumzweige, und ſchon war Roſenholz weit von dem Orte entfernt, wo er ſtille geſtanden hatte, um ſein Gewehr abzuſchießen. Einen Augenblick kam ihm der Gedanke, ſeinen Cara⸗ biner wieder zu laden; allein bei dem heftigen Rache⸗ gefühle, das ihn trieb, befürchtete er, er möchte durch dieſe Operation Zeit verlieren, und für den Fall, daß, aller Wahrſcheinlichkeit entgegen, der Mörder nicht allein ſein ſollte, verließ er ſich auf die Stärke ſeiner Glie⸗ der, wodurch er dann die Chancen wieder gleich zu ma⸗ chen hoffte.

Da Roſenholz jetzt jede Vorſicht vernachläßigte, in⸗ dem ja ſeine Büchſe ſeine Gegenwart dargethan hatte,

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