Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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dieß ſchon lange her iſt, ſo erinnerte ich mich doch ſelbſt deßjenigen nicht, der für mich in meiner erſten Kindheit geſorgt hat.“

„Und der Mann, der ſich ſo Ihrer, als eines hilfloſen Kindes, annahm, weiß eben ſo wenig, wie Sie,“ ſetzte Pepe hinzu; ich aber kann Ihnen ſagen, was Sie nicht wiſſen.“

„So ſprechen Sie doch, um's Himmelswillen!“ rief Fabian.

„St! nicht ſo laut!“ ſagte Pepe.„Dieſer Wald birgt ohne Zweifel, ſo öde er auch iſt, die Feinde Ihres Geſchlechts, vorausgeſetzt, daß es nicht mir allein gilt; auch iſt es ja wohl möglich, daß er Sie ebenfalls nicht wieder erkannt hat; habe ich doch ſelbſt anfänglich Sie nicht wieder erkannt.“

„Wer? von wem ſprechen Sie?“ fragte Fabian lebhaft.

„Vom Mörder Ihrer Mutter,— von dem Manne, der Ihre Titel, Ihre Ehren, Ihre Reichthümer, und Ihren Namen geſtohlen hat.“

„So bin ich denn reich und von Adel?“ rief Fa⸗ bian, deſſen erſter Gedanke wieder Dona Roſario war, gleich als wollte er ihr einen Adel und einen Reich⸗ thum, die für ihn ſonſt keinen Werth hätten, als Hul⸗ digung anbieten.„Ach! warum habe ich es nicht bäl⸗ der, warum habe ich es nicht ſchon geſtern gewußt!“

Die Mutter Fabians kam in ſeinen Gedanken erſt in zweiter Reihe.

„Adelig! Sie ſind es noch,“ ſprach Pepe, indem er den Lauf ſeines Carabiners erfaßte, und letzteren raſch an ſeine Schulter drückte, da er glaubte, er habe die goldene Galone eines Hutes unter den Bäumen an Wege funkeln ſehen.

Es war aber nur ein Sonnenſtrahl; und der Jä⸗

ger ließ ſeine Waffe von Neuem auf ſeinen Knien

ruhen. „Man hat Ihnen zwar das Blut nicht nehmen