Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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wirv die Zeit kommen, und ſchon iſt ſie nicht mehr fern, wo ich, wie es ſich für mich ſchickt, in dieſes Schloß zurückkommen werde, das heißt, bei hellem Tage, durch das offene Gitterthor hindurch, inmitten der Jubel⸗ rufe, die meine Rückkehr begrüßen werden; allein heute Abend paßt es nun einmal in meinen Plan, nichts An⸗ deres, als ein Nachtdieb zu ſein, wie Sie ſich aus⸗

drücken.

Was wollen Sie denn? rief die Gräfin ängſilich.

Wie! ſehen Sie nicht, erwiederte Don Antonio mit ſeiner bisherigen Ruhe, die, dem Beben ſeiner Mus⸗ keln zum Trotze, eine entſetzliche Entſchloſſenheit verrieth, ſehen Sie noch nicht, daß ich hieher komme, um mich zum Grafen von Mediana zu machen?

So gewann in den Augen der Gräfin die Frage mit einem Male eine Entſetzen erregende Bedeutung. Es handelte ſich nicht mehr darum, einen getäuſchten Liebhaber zu beſchwichtigen, wie ſie anfänglich geglaubt;

es galt jetzt, ihren Sohn zu retten!

Pierundzwanzigſtes Rapitel. Die Prophezeiung.

Bei dieſen Worten, die der Gräfin keinen Zweifel über die wahren Abſichten Don Antonio's ließen, war ihre erſte Bewegung die, daß ſie auf die Wiege ihres Sohnes zuſtürzte, um ihm aus ihrem Körper eine Schutz⸗ mauer zu machen; allein Don Antonio war ihr zuvor⸗ gekommen, und heftete auf ſie, indem er ſich zwiſchen ſie und die Wiege ſtellte, den kalten und eiſenfeſten

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