Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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verbundenen Titeln als mein Eigenthum anzuſehen ge⸗ wohnt war. Ihr Kind weiß noch nicht, in welchem Stande Gott es hat geboren werden laſſen, und in einer unbekannten Welt lebend, in die ich es verſetzen werde, wird es

Oh, auch dann noch ſegne ich Sie, Antonio! rief ſie.

Nie wird es ſeinen Stand erfahren, denn Sie werden nicht mehr bei ihm ſein, um es ihm zu ſagen, fuhr der unerbittliche Richter fort.

Wie! rief die Gräfin mit einer Stimme, welche die Ueberraſchung, das Staunen, der Schrecken mit einem Male erſtickten....Wie! Sie wollen mich von ihm trennen! Ach, nein! das werden Sie nicht thun, nicht wahr? fuhr ſie fort, indem ſie, mit ausgeſtreckten Armen und mit flehendem Auge, auf die Knie niederfiel.

Don Antonio beobachtete ein düſteres Schweigen. Die Gräfin glaubte in ſeinem Herzen eine zartere Saite angeſchlagen zu haben, und Alles, was die Beredſamkeit einer Mutter Ueberzeugendes Alles, was ihr Flehen Rührendes haben kann, die flehentlichen, demüthigen Bitten, die die Wirkung haben konnten, den unverſöhn⸗ lichen Mann auf andere Gedanken zu bringen, die Gerechtigkeit der Menſchen und die Gerechtigkeit Got⸗ tes, die ſie anrief, Alles wurde von ihr aufgeboten, um von ihm ſo Viel zu erlangen, daß er ihr ihren Sohn laſſe; aber Thränen, Bitten, Verſprechungen, Schwüre, Alles war vergebens.

Ein eiskaltes Lächeln war die Antwort auf ihre Bitten.

Wie! ſprach er.Wie! glaubt denn die Gräfin von Meviana, ich habe umſonſt tauſend Gefahren ge⸗ trotzt, um bis zu ihr zu gelangen? Glaubt ſie denn, ich habe an einem für die Augen der menſchlichen Juſtiz unſichtbaren Gewebe, in welchem ich ſie erſticken will, ohne daß ihr Schreien gehört wird, gearbeitet, um in dem Augenblicke, wo ſie endlich in meinen Händen iſt,