Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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Aber Sie, ſprach Roſenholz, während ſich auf ſeinen Zügen große Angſt malte,liebten Sie ihn auch?

Ach! er war mir ſo gut!

Eine Thräne floß langſam über die bronzene Wange unſeres Freundes Roſenholz herab, der, ſich ſeiner Schwäche ſchämend, ſich wegwandte, um ſie zu verbergen, und, von Neuem den Schatten ſuchend, murmelte:

Ach! auch er liebte mich ſo zärtlich!

Dann wich im Augenblicke, wo er entweder eine höchſt ſchmerzliche Ueberzeugung erlangen, oder das von ihm beweinte Kind wieder finden ſollte, dieſer rauhe Jäger unwillkührlich vor einer letzten Frage zurück, wo⸗ durch die Hoffnung, wovon ſeine Seele bewegt war, entweder in Erfüllung gehen, oder für immer ver⸗ nichtet werden mußte. Endlich wagte er mit gebrochener Stimme dieſe verhängnißvolle Frage, und faſt wollte ihm dabei das Herz berſten:

Können Sie ſich nicht vor allem Andern eines Umſtandes erinnern, in Folge deſſen dieſer Mann von Ihnen getrennt wurde? Es war bei.. S

Mehr vermochte er nicht zu ſagen, und, den Kopf auf die beiden Knie ſtützend, erwartete der Coloß mit Zittern die Antwort auf ſeine Frage.

Sei es, daß Tiburcio ſich dieſes Umſtandes nicht mehr erinnerte, ſei es im Gegentheil, daß dieß der Lichtſtrahl war, der in eine tiefe Nacht fällt, und Zwei⸗ fel und Ungewißheit zerſtreut, ſo viel iſt gewiß, daß ein feierliches Schweigen auf dieſe Frage folgte, ein Schweigen, während deſſen das Kniſtern des Holzes am Feuer vor dem Keuchen des Canadiers nicht gehört wurde.

Hören Sie! rief Tiburcio,Sie, der Sie der mich leitende Leuchthurm zu ſein ſcheinen, hören Sie, was mir jetzt einfällt. Eines Tages floßen Blutſtröme um mich her; der Boden zitterte unter meinen

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