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Amerikanische Reisenovellen / von Gabriel Ferry. Nach dem Französischen von A. Diezmann
Entstehung
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den am wenigſten zu kümmern ſchienen. Ein Kind, das kaum ſieben Jahre alt zu ſein ſchien, lag auf einem Tiſche. An ſeiner bleichen Stirn, die mit in der heißen Luft ver⸗ welkten Blumen bekränzt war, an den glaſigen Augen, an den bleifarbigen, eingefallnen Wangen, die ſich bereits vunkelblau zu färben anfingen, konnte man leicht erkennen, daß das Leben von ihm gewichen war und daß es vielleicht ſchon ſeit mehrern Tagen den ewigen Schlaf ſchlief. Der Anblick des todten Kindes inmitten des Geſchreies, des Lachens, des Spieles, des lärmenden Geſchwaͤtzes, unter den Frauen und Männern, die lachten und ſangen, hatte etwas Grauenhaftes. Die Blumen und Schmuckſachen, die es bedeckten, nahmen dem Tode keineswegs das Schau⸗ erlich⸗Feierliche, ſondern machten ihn vielmehr nur noch haͤßlicher und das war das Nachtquartier, welches mir die ſinnreiche Sorgſamkeit Pericos verſchafft hatte.

Eine allgemeine Stille folgte unſerm Eintritte. Ein Mann, in welchem ich bald den Hausherrn und Vater des todten Kindes erkannt hatte, ſtand auf, um uns zu em⸗ pfangen. Sein Geſicht druͤckte keineswegs Traurigkeit aus, ſondern ſtrahlte von Befriedigung und mit ſtolzer Miene zeigte er uns die zahlreichen Gaͤſte, die verſammelt waren, um mit ihm den Tod ſeines Sohnes zu feiern, der fuͤr eine Gunſt und Gnade des Himmels angeſehen wurde, weil Gott das Kind vor dem Alter des Verſtandes zu ſich gerufen hatte. Er verſicherte uns, daß wir in ſei⸗ nem Hauſe willkommen wären und daß die Fremden an einem ſolchen Tage Freunde für ihn ſein muͤßten. Durch die Geſchwätzigkeit Pericos war ich bald der Zielpunkt aller Augen geworden und ich hatte eine ſchwere Rolle zu ſpie⸗