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Amerikanische Reisenovellen / von Gabriel Ferry. Nach dem Französischen von A. Diezmann
Entstehung
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hinzieht, deſſen ſtinkendes Waſſer allein den ſonſt untadeli⸗ gen Platz verunzieret. Ein Gitter in jeder Ecke laͤßt die Wagen, die Reiter und Fußgaͤnger ein. Pappeln, Eſchen und Weiden bilden ein gruͤnes Laubdach über dem Haupt⸗ wege, der für die Wagen und Pferde beſtimmt iſt, welche ſich geräuſchlos auf ebenem Boden da bewegen. Gaͤnge, welche zu großen gemeinſamen Mittelpunkten zuſammen⸗ laufen, die mit Springbrunnen verziert ſind, bringen ihr Gebuͤſch von Myrthen, Roſen und Jasmin zwiſchen die Wa⸗ gen und Fußgaͤnger, deren Auge durch den duftigen Schat⸗ ten hindurch den praͤchtigen Equipagen und den feuerigen Pferden folgen kann. Das von dem Sande der Tagen gedaͤmpfte Gerauſch der Räder hoͤrt man kaum bei dem Murmeln der Fontainen, bei dem Rauſchen des Windes, der das ewige immer junge Grun bewegt und bei dem Summen der Bienen und Colibris. Vergoldete Carroſſen freuzen ſich unablaͤſſig mit den europaͤiſchen modernen Wa⸗ gen und das glänzende Geſchirr der mexicaniſchen Pferde tritt in ſeiner ganzen Pracht neben dem engliſchen Sattel hervor, welcher unter dieſem wahrhaft orientaliſchen Lurus ſehr armſelig ausſieht.

Die vornehmen Damen haben zur Promenadezeit die Saya und Mantille abgelegt und mit franzoſiſchen Moden vertauſcht, die aber immer ein halbes Jahr hinter den eben geltenden zuruͤck ſind. Sie liegen nachläͤſſig auf dem Wa⸗ genkiſſen ausgeſtreckt und laſſen den Fuß, der ihr Stolz, der Gegenſtand der Bewunderung der Europaͤer iſt, in einer leider oft zu nachläſſigen Bekleidung ruhen. Zum. Gluͤck ſieht man wegen der Wagenfenſter nur ihr Diadem von