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Amerikanische Reisenovellen / von Gabriel Ferry. Nach dem Französischen von A. Diezmann
Entstehung
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junge Unbekannte lebte noch. Da läſterte ich in meiner Verzweiflung den heiligen Namen Gottes und deſſen klage ich mich an, Herr Pater.

Perico ſchlug ſich auf die Bruſt, während ihm der Franziscaner das Schreckliche dieſes letzten Verbrechens vorhielt, ſehr leicht aber über das erſte hinging, denn das Leben eines Menſchen, eines ketzeriſchen Englaͤnders na⸗ mentlich, hat in den Augen der minder aufgeklaͤrten Claſſe des mericaniſchen Volkes, zu welcher der Lepero und der Moͤnch gehoͤrten, ſehr wenig Gewicht. Bruder Serapio beendigte ſeine Ermahnung damit, daß er Perico eilig die Abſolution in einem Lateiniſch ertheilte, das ſich nicht ſcho⸗ ner in den Luſtſpielen Molières findet; dann fuhr er in gu⸗ tem Spaniſch fort:

Jetzt bleibt Dir nur noch üͤbrig, dieſen Herrn da um Verzeihung zu bitten, daß Du ihn ſo haͤufig um Geld ge⸗ bracht haſt und er wird Dir dies um ſo leichter vergeben, da Du es nicht leicht noch einmal wirſt thun koͤnnen.

Der Lepero wendete ſich zu mir und ſagte mit der kläg⸗ lichſten Miene, die er annehmen konnte:

Ich bin ein großer Suͤnder und werde nicht vollſtän⸗ dige Abſolution erhalten zu haben glauben, wenn Sie mir nicht alle unwurdige Streiche verzeihen, die ich Ihnen ge⸗ ſpielt habe. Ich werde ſterben, Herr, und habe nichts, daß man mich begraben laſſen könne. Meine Frau muß jetzt ſchon Nachricht haben und es wuͤrde ein großer Troſt für ſie ſein, wenn ſie in meiner Taſche einige Piaſter faͤnde. Gott wird es Ihnen vergelten!

Dieſen Dienſt, ſagte der Moͤnch,können Sie dem