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Amerikanische Reisenovellen / von Gabriel Ferry. Nach dem Französischen von A. Diezmann
Entstehung
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Du haſt ihn ermordet, Ungluͤckſeliger? fragte der Moͤnch.

Ich ſetzte mich im Schatten auf dem Trottoir dem Hauſe gegenuͤber nieder und war ſo muthlos geworden, daß ich auf meinem Poſten ſogar einſchlief. Erſt das Geraͤuſch von einer Thuͤr, die man aufmachte, weckte mich; es kam ein Mann heraus. Da ſagte ich zu mir ſelbſt, ein gege⸗ benes Wort muͤſſe heilig ſein und es ſei jetzt nicht die Zeit auf mein gutmuͤthiges Herz zu hoͤren.. Ich ſtand alſo auf. Eine Seecunde ſpäter war ich dicht hinter dem Unbekannten. Faſt gleichzeitig hoͤrte man die Toͤne eines Pianos hinter dem Fenſter, das geſchloſſen worden war. Man fühlte, daß unbeſchreibliches Gluͤck die Gelenkigkeit der Finger verdoppeln mußte, welche uͤber die Taſten eilten.Arme Frau! dachte ich;Dein Geliebter ſoll ſterben und Du ſingſt! Ich ſtieß zu und der Mann fiel..

Der weichherzige Perico ſchwieg und ſeufzete.

Hatte der Schmerz meine Augen geſchwächt? fuhr er nach kurzer Pauſe fort.Ein Mondenſtrahl fiel in die⸗ ſem Augenblicke auf das Geſicht deſſen, den ich verwundet hatte. Es war nicht mein Mann und das freute mich. Ich war für einen Mord bezahlt worden, hatte meine Pflicht gethan und da mein Gewiſſen alſo mir keine Vor⸗ wurfe machte, fing ich an dem Unbekannten einen Buͤſchel Haare abzuſchneiden, um dem, welcher mich bezahlte, irgend einen Beweis von der Ausfuͤhrung des erhaltenen Auftrags zu bringen. Alle Haare ſind einander gleich, dachte ich, aber ich irrte mich wieder. Der Mann, den ich ermordet hatte, war ein Engländer und hatte rothes Haar. Der